“Das hat der Kanal nicht mehr weggebracht“

„Ich dachte, die Welt geht unter“: Feuerwehr-Großeinsatz zu denkbar schlechtem Zeitpunkt

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Bis zum Randstein waren die Straßen in Attaching am Sonntagabend überflutet.

Sintflutartiger Regen und Hagel haben Attaching am Sonntag eingesetzt. 18 Feuerwehrleute rückten aus - und das zu einem denkbar unangenehmen Zeitpunkt.

Freising – Großer Alarm herrschte gerade im Strafraum der Kroaten, als bei der Feuerwehr Attaching am Sonntag der Piepser ging. Frankreich war im Fußball-WM-Finale just 1:0 in Führung gegangen, als die Rettungskräfte ausrücken mussten. Sintflutartige Regenfälle und Hagelschauer hatten für einen vollgelaufenen Keller in einem Einfamilienhaus in Attaching gesorgt. Wie Kommandant Toni Lacherbauer dem FT berichtete, rückte die Wehr mit zwei Fahrzeugen und 17 Mann aus. „Vor Ort hat sich die Situation dann als nicht so dramatisch herausgestellt.“ Zwar hatte es durch ein Fenster Wasser in den Keller gedrückt, doch letztlich stand der Boden nur rund zwei Zentimeter unter Wasser – ein Kinderspiel für die Einsatzkräfte.

Land unter: Sintflutartiger Regen und Hagel suchten auch die Gärten in Attaching heim.

Ein dramatisches Bild ergaben die Straßen. „Die waren bis zum Randstein komplett überflutet. Das hat der Kanal nicht mehr weggebracht“, sagte Lacherbauer. Beeindruckt war auch FT-Fotograf Rainer Lehmann, der in seinem Leben schon bei vielen Unwettern die Kamera gezückt hat. „Aber so einen sintflutartigen Regen habe ich noch nie gesehen. Ich dachte, die Welt geht unter.“

Weiteren Ärger bereitete der Regen der Feuerwehr aber nicht mehr. Die Hälfte seiner Leute konnte der Kommandant nach rund einer Viertelstunde wieder nach Hause schicken. Der Rest der Feuerwehr-Truppe legte den Keller trocken und kehrte dann Mitte der 2. Halbzeit zurück zu den Fernsehgeräten. Da allerdings herrschte bei den Kroaten bereits Land unter. Frankreich hatte gerade das 4:1 erzielt.

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