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„Der Papa war ein Kämpfer“ – Tölzer „Barfuaß-Taxla“ Peter Heller gestorben

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Taxifahren wurde für Peter Heller zur Leidenschaft. Barfußgehen war sein Markenzeichen.
Taxifahren wurde für Peter Heller zur Leidenschaft. Barfußgehen war sein Markenzeichen. © Der Foto-Treff

Der als „Barfuaß-Taxla“ im Tölzer Land bekannte Peter Heller ist mit mit 67 Jahren gestorben. Am 10. September findet eine Feld-Trauerfeier für ihn statt.

Bad Tölz/Wackersberg – Nach einigen gesundheitlichen Rückschlägen hat Peter Heller im Kreis von Verwandten und Bekannten gerne verlauten lassen: „Ich habe ein schönes Leben gehabt, ich kann einmal zufrieden gehen.“ Dass der Abschied so nahe war, hatte der 67-Jährige sicherlich nicht vermutet. Am 24. August starb „da Barfuaß-Taxla“ im Krankenhaus, nachdem er zuvor am Steuer seines Autos einen Schwächeanfall erlitten hatte.

Bekannt war der „Hella Bäda“ aber nicht nur wegen seiner humorvollen, ehrlichen und offenen Art. Barfußgehen war sein Markenzeichen. Meist war er – im Sommer, aber auch an Wintertagen – ohne Schuhe unterwegs.

Taxifahrer „Hella Bäda“ mit 67 Jahren nach Schwächeanfall gestorben

Heller ist unter acht Geschwistern in Wackersberg aufgewachsen und besuchte dort die Volksschule. Seine Klassenkameraden erinnern sich an den Anstifter vieler Streiche: „Da Heller war so ähnlich wie der Ludwig Thoma von den Lausbubengeschichten.“ Er war aber auch ein guter Schüler, selbst wenn er viele Wochen im Sommer als Hütterbua für eine Alm freigestellt wurde. Nach dem Besuch der Berufsaufbauschule mit der Mittleren Reife als Abschuss erlernte er den Beruf des Schlossers. Peter Heller war als Pressenbauer beschäftigt, machte sich als solcher auch selbstständig.

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Aus seiner ersten Ehe gingen drei Töchter hervor. Die große Liebe fand er in Amerika. Mit seiner Partnerin Sheree war er über 20 Jahre zusammen. Zur großen Leidenschaft wurde ab Mitte der 1990er-Jahre das Taxifahren. Er baute sich ein eigenes Unternehmen auf, hatte aktuell drei Fahrzeuge sowie Mietwagen. Peter Heller mochte seine Fahrgäste und seine Fahrgäste mochten ihn.

Tochter erfüllt ihm noch einen letzten Wunsch

Vor vier Jahren erlitt er einen ersten Schlaganfall, anschließend wurde Krebs diagnostiziert. „Aber er hat nie gejammert und schon gleich gar nicht aufgegeben. Der Papa war ein Kämpfer“, erzählt Tochter Yvonne voller Stolz. Mit der Organisation einer Feld-Trauerfeier am kommenden Samstag, 10. September, um 14.30 Uhr in Wackersberg erfüllt sie ihrem Vater einen oft geäußerten Wunsch.

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