Illegales Bordell in Brucker Massagestudio

Fürstenfeldbruck - Nach außen sah es aus wie ein ganz gewöhnliches Massagestudio. Doch in Wahrheit war das unauffällige Etablissement in Fürstenfeldbruck ein Bordell.

Im Inneren der getarnten Räume zwangen zwei Männer und zwei Frauen junge Rumäninnen zur Prostitution. Die Zuhälter waren nicht nur in Fürstenfeldbruck, sondern auch in anderen Städten aktiv. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Augsburg Anklage erhoben.

Dem Quartett wird folgendes zur Last gelegt: Ein 53-Jähriger und seine 44 Jahre alte Kumpanin sollen seit Frühjahr 2007 mindestens fünf junge Frauen aus Rumänien nach Deutschland gelockt haben. Sie waren zwischen 18 und 28 Jahre alt und fielen auf das Versprechen vom besseren Leben in der Bundesrepublik herein.

Doch in der Fremde stellten sie fest, dass alles nur Lug und Trug war. Die jungen Frauen sprachen kein Deutsch. Sie mussten ihren Körper verkaufen in Bordellen in Fürstenfeldbruck, Memmingen und dem baden-württembergischen Ravensburg. Auch im thüringischen Erfurt, Gotha und Weimar soll die Bande aktiv gewesen sein. In Bruck mussten nach bisherigen Ermittlungen zwei Minderjährige und drei Frauen zwischen 23 und 28 Jahren anschaffen.

Dem 53-jährigen Mann wird neben dem Menschenhandel noch Vergewaltigung, Körperverletzung und sexuelle Nötigung vorgeworfen. Er soll die Frauen zum Oralsex gezwungen haben.

Im März dieses Jahres ging das Duo den Ermittlern schließlich in die Falle. Die angeblichen Massagestudios wurden durchsucht. Auch in dem Bordell in Fürstenfeldbruck gab es eine Razzia.

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