Thomas Tuchel ist nicht mehr Trainer von Borussia Dortmund

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Krieg mit Kabel Deutschland

Das sieht ein Olchinger, wenn er fernsehen will

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Völlig verzerrte Bilder, das ist Alltag für einen Olchinger. Entspannende Fernsehabende sehen anders aus.

Olching - Ton weg, Bild verpixelt - immer wieder treten solche Störungen auf, wenn der Olchinger Manfred Bötsch abends vor dem Fernseher sitzt. Er ist stinksauer auf Kabel Deutschland.

Seine Nachbarn in der Luitpoldstraße in Olching klagen über ähnliche Probleme. Eine Lösung ist nicht in Sicht - trotz zahlloser Beschwerden beim Netzbetreiber.

Manfred Bötsch ärgert sich über die ständigen Probleme.

Bötsch ist Kunde bei Kabel Deutschland. Wenn er die Störungen meldet, wird ein Techniker vorbei geschickt, zehn verschiedene waren es in den vergangenen Monaten. „Jeder hat eine andere Vermutung geäußert, woran es liegt, aber keiner hat den Fehler behoben“, sagt der 47-Jährige. Ihm reicht es langsam.

60 Euro zahle er im Monat für Telefon, Internet und Kabelfernsehen, dazu noch 40 Euro für Sky TV, weil er gerne Fußball schaut. „Das ist meine Entspannung.“ Doch wenn in einem Spiel immer wieder der Ton aussetzt und das Bild plötzlich wie ein abstraktes Gemälde aussieht, „dann hat der Spaß irgendwann ein Loch“.

Bötsch lebt im Schwaigfeld in einer Wohnanlage mit über 100 Parteien. Die Eigentümergemeinschaft hat mit Kabel Deutschland einen Großkundenvertrag geschlossen. „Der Wechsel klappte, der Preis war gut.“ Doch dann begannen die Probleme. Eine Umfrage der Eigentümergemeinschaft ergab, dass viele Nachbarn ebenfalls betroffen sind. Bötsch hat einen Verdacht, wo die Ursache liegen könnte. „Wir sind alle an einen einzigen Knotenpunkt angeschlossen.“ Und der sei offenbar schlicht überlastet.

Dafür spricht, dass die Störungen nicht durchgängig den ganzen Tag über auftreten, sondern vor allem abends, wenn viele Fernseher und Computer gleichzeitig laufen. Und tatsächlich haben die Techniker bereits mehrmals Leitungsschwankungen bei Bötsch festgestellt. Und sind wieder abgefahren.

Für Kabel Deutschland und die Partnerfirma, die den Kundendienst leistet, sei damit der Fall erledigt gewesen, erzählt der Olchinger. Am nächsten Tag bedankt sich der Netzbetreiber jedes Mal per SMS für seine Geduld. Der 47-Jährige zeichnet inzwischen Sendungen auf und hat Fotos von seinem verpixelten Fernsehbildschirm gemacht, um Beweise zu haben.

Doch auch beim Beschwerdemanagement lief er ins Leere. „Das ist ein Witz hoch drei. Man kommt einfach nicht weiter.“ Zuletzt holte er sich zwei abgebuchte Monatsgebühren per Widerruf zurück, um jemand Verantwortlichen bei Kabel Deutschland auf sich aufmerksam zu machen - doch es kam lediglich eine Mahnung. Als er die Situation erklärte, erließ man ihm zumindest die Mahngebühr.

Bei Kabel Deutschland hieß es auf Nachfrage des Tagblatts, man werde sich um den Fall kümmern. Prompt erschien wieder ein Techniker bei Manfred Bötsch, zum Entstören, wie das Unternehmen erklärte. Gebracht hat auch das nichts - als er am Abend die Nachrichten schauen wollte, fiel wieder mehrmals der Ton aus.

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