Ebersberger stirbt an der Hochries

Mann überlebt Gleitschirm-Absturz - dann verunglückt er tödlich

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Der Absturz ging vergleichsweise glimpflich aus, doch sein Abstieg von einem Baum wurde einem Gleitschirmflieger aus dem Landkreis Ebersberg zum Verhängnis. Er stürzte ab und starb.

Ebersberg/Samerberg - Tragischer Unfall am Hochries (Kreis Rosenheim): Ein Mann (63) aus dem Landkreis Ebersberg ist am Montagnachmittag mit seinem Gleitschirm abgestürzt - zunächst allerdings ohne schwerwiegendere Folgen, wie Rosenheim24.de* am Dienstag schreibt.

Der Gleitschirm verfing sich beim Absturz in einem Baum. Als der Pilot sich selbst befreien wollte, stürzte er in den Tod.

Laut Polizei war der Unfall bei eigentlich guten Flugbedingungen passiert. Etwa 200 Meter unterhalb der Bergstation der Hochriesbahn hatte der Mann aus dem Landkreis Ebersberg die Kontrolle über seinen Gleitschirm verloren und war in einen Baum geflogen. 

Zeugen des Absturzes eilten dem Mann sofort zur Hilfe und setzten bei der Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst einen Notruf ab. Allerdings, so schreibt es die Polizei weiter, wollte sich der 63-Jährige selbst aus der misslichen Lage befreien. „Das wurde ihm bedauerlicherweise zum Verhängnis“, heißt es in der Polizeimeldung vom Montag. 

Das tatsächliche Unglück geschah nämlich in der Folge: Der Gleitschirmflieger löste den Schirm von der Halteeinrichtung und wollte die rund fünf Meter zum Boden am Baum hinabklettern. Dabei brachen allerdings einige Äste, und der 63-Jährige stürzte unkontrolliert zu Boden. Dort blieb er schwer verletzt liegen.

Die hinzugeeilten Ersthelfer begannen umgehend mit medizinischen Erstmaßnahmen bis die Rettungshubschrauberbesatzung um Christoph 14 sowie Kräfte der Bergwacht Rosenheim-Samerberg die weitere Behandlung übernahmen. Obwohl die Retter vor Ort um das Leben des Mannes kämpften, starb der 63-Jährige an den Folgen seiner schweren Verletzungen.

Die Polizei Brannenburg leitete umgehende Ermittlungen zum Unfallhergang ein. Die zuständige Staatsanwaltschaft Traunstein ordnete hierfür die Sicherstellung des Verstorbenen und all seiner mitgeführten Ausrüstungsgegenstände für weitere Untersuchungen an. 

Durch das unwegsame Gelände war es notwendig einen Polizeihubschrauber sowie Beamte der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei hinzuzuziehen, die in Zusammenarbeit mit der Bergwacht den Verstorbenen und seine Ausrüstungsgegenstände bargen. Ein Fremdverschulden schließt die Polizei aus.

kb

*Rosenheim24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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