Er tötete seine Nachbarin mit der Axt

Nach Bluttat von Germering: Täter in Psychatrie eingewiesen

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In diesem Haus hat sich das unfassbare Verbrechen ereignet.

Ein brutaler Mord erschüttert Germering: Ein 63-Jähriger hat am Mittwochabend offenbar seine 77-Jährige Nachbarin mit mehreren Axthieben getötet. Nun wurde der Mann in die Psychiatrie eingewiesen.

Update 04. Mai, 11.22 Uhr

Nach dem Tötungsdelikt von Germering ist der mutmaßliche Täter in die Psychiatrie eingewiesen worden. Der 63-Jährige, ein Nachbar des Opfers, hatte nach der Tat am Mittwoch die Beamten verständigt und sich selbst angezeigt. Er sei „psychisch auffällig“, teilten die Ermittler am Freitag mit.

Mann erschlägt Nachbarin mit Axt - neue Details

Germering – Ein großer Blutfleck auf dem Teppich vor der Wohnungstür von Edith H. im ersten Stock zeugt von dem schrecklichen Verbrechen. Die Tür ist polizeilich versiegelt, Maßbänder der Spurensicherung kleben an Wand und Boden. Mit brutaler Gewalt wurde H. an dieser Stelle grausam niedergemetzelt. Dringend tatverdächtig ist ihr Nachbar Peter S.. Er stellte sich nach dem Verbrechen am Mittwochabend freiwillig der Polizei. 

Blutflecken und Polizei-Absperrband zeugen im Treppenhaus von dem Mord.

Am Tag danach herrscht in dem von hohen Bäumen umgebenen Mehrfamilienhaus an der Landsberger Straße noch immer Fassungslosigkeit. Eine Nachbarin berichtet von einer gespenstischen Begegnung mit dem Tatverdächtigen am Dienstagabend. „Ich habe ihn im Treppenhaus getroffen – mit einer großen Axt in der Hand und einem Blick, dass es einen erschaudern lässt.“ Auf die Frage, was er mit dem Werkzeug vorhabe, habe der 63-Jährige. nur geantwortet: „Die Wohnung renovieren.“ Sicher sei ihr das komisch vorgekommen. Doch der Mann habe öfters getrunken und seltsame Sachen von sich gegeben. Dass ihr Nachbar zum Mörder werden könnte – daran habe sie nicht im Traum gedacht. 

Zwischen Täter und Opfer habe es öfters Streit gegeben. Immer wieder habe sich die Rentnerin beschwert, wenn der über ihr wohnende S. laut wurde. „Sie hat ihm immer die Meinung gesagt“, so die Nachbarin. Was letztlich der Auslöser für die brutale Tat war, ist laut Kriminalpolizei noch unklar. Aus den Berichten der Nachbarn ergibt sich allerdings ein Bild: Demnach habe S. vor Jahren einen Schlaganfall erlitten. Es folgten Probleme im Job des Gärtners und finanzielle Engpässe. Daher habe er sich immer öfter in den Alkohol geflüchtet. Vor einigen Wochen habe es dann den nächsten Tiefschlag gegeben: Weil er die Miete nicht mehr habe zahlen können, sei ihm die Wohnung fristlos gekündigt worden. 

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War das der Auslöser für die Bluttat? Hat S. angenommen, die Wohnung sei ihm wegen der Beschwerden seiner Nachbarin gekündigt worden? Die Kriminalpolizei möchte das nicht bestätigen. Ein Sprecher erklärt auf Nachfrage, dass das Opfer eher zufällig ausgewählt worden sei. „Der Tatverdächtige hat völlig überraschend für das Opfer mit einem Beil zugeschlagen“, so der Sprecher. Polizeilich in Erscheinung getreten ist S. vor einigen Jahren schon einmal – wegen Raubes. Weil der 63-Jährige psychisch auffällig sei, habe die Staatsanwaltschaft die Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung beantragt.

tog

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