Inferno in Unterschleißheimer Hallenbad

Darum war die  Schaumschlacht um die Sauna so gefährlich

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Bevor die Feuerwehrler ins Innere der Sauna vordringen konnten, löschten sie die Flammen an der Fassade.

Die Holzwände sind schwarz vor Ruß. Reste von weißem Löschschaum kleben an der Fassade. Die alte Blockhaussauna im Außenbereich des Unterschleißheimer Hallenbads Aquariush ist nur noch eine Ruine.

Unterschleißheim - In der Nacht auf Montag ist dort gegen 1.30 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Schaden: gut 200.000 Euro.

Passanten hatten den Brand zufällig entdeckt. Über 60 Helfer rasten sofort zu dem Freizeitbad am Hartmut-Hermann-Weg. Dort loderten die Flammen schon meterhoch. Ein Sauna-Brand ist für die Retter äußerst gefährlich: Steht eine Schwitzhütte in Flammen, kann es darin aufgrund der Isolierung bis zu 2000 Grad heiß werden. Erst als die Flammen an der Fassade gelöscht waren, wagten sich die Feuerwehrler näher an die Sauna. Innen loderten noch immer versteckte Glutnester. Um sie zu ersticken, rissen die Retter das Dach der Schwitzhütte in den frühen Morgenstunden ab. Um 4 Uhr war das Feuer schließlich vollständig gelöscht.

Ermittler gehen von technischem Defekt aus

Inzwischen hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Warum das Feuer ausgebrochen ist, wissen die Beamten nicht. Derzeit gehen sie von einem technischen Defekt aus.

Die Einsatzkräfte gingen mit Schaum gegen die Flammen vor.

Der Großbrand ist eine Katastrophe für das Bad. Gerade erst ist es für sechs Millionen Euro modernisiert worden. Anfang Mai wurde der neue Saunabereich mit Thermalwasserbecken eröffnet. Nun muss die alte Blockhaussauna im Außenbereich abgerissen werden. Die Saunalandschaft ist bis auf Weiteres für Besucher gesperrt. Das Hallenbad können Badegäste ohne Einschränkung nutzen.

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