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Münchner Tatort-Star im Interview: Ferdinand Hofer über seine Hauptrolle in der TV-Serie „Up Up“

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Gefragter Schauspieler: Ferdinand Hofer aus Weyarn ist am Sonntag wieder im „Tatort“ und in der neuen Miniserie „Up Up“ als Nico (Szenenbild) zu sehen.
Gefragter Schauspieler: Ferdinand Hofer aus Weyarn ist am Sonntag wieder im „Tatort“ und in der neuen Miniserie „Up Up“ als Nico (Szenenbild) zu sehen. © Katy Otto

Ob im Münchner „Tatort“ oder in den „Eberhofer“-Krimis: Ferdinand Hofer kommt ganz schön rum als Schauspieler. Nun spricht der 28-Jährige aus Weyarn im Interview über seine neue Serie „Up Up“.

Weyarn – Kräftige Farben statt Dezembergrau. Alltag ohne Pandemie. „Up Up“ ist eine neue ARD-Serie für vergnügliche Unterhaltung mit allerlei Seitenhieben auf Start-ups, Großstadtleben, Wohnungsnot, Abnabelungsprozesse von den Eltern und natürlich Beziehungen. In einer der Hauptrollen: der Weyarner Ferdinand Hofer. Der „Tatort“-Kommissar spielt der in der Miniserie um eine App, mit der man für einen Tag ins Leben eines anderen schlüpfen kann, den Münchner Nico in Berlin. Im Gespräch erzählt der 28-Jährige von den Dreharbeiten in der Hauptstadt, seinem Dresscode bei Gesprächen aus dem Wohnzimmer und welche App bei ihm nicht fehlen darf.

Herr Hofer, mit wem würden Sie gerne mal Ihr Leben tauschen?

Ferdinand Hofer: „Wenn die Möglichkeit bestünde, würde ich mir jemanden mit einem außergewöhnlichen Leben aussuchen. Ich könnte mir vorstellen, für einen Tag die Erde von der ISS aus zu beobachten. Oder einen 8000er wie den Mount Everest zu erklimmen. Ich würde mir dann den Tag mit der letzten Etappe aussuchen. So würde ich den Gipfel erleben, aber mir den restlichen Aufstieg sparen.“

Sonst „Tatort“-Kommissar Hammermann oder Metzgerssohn Max in den „Eberhofer“-Verfilmungen, jetzt Jungunternehmer Nico – was erwartet die Zuschauer?

Ferdinand Hofer: „Sie dürfen in das Leben einer Berliner WG mit den dazugehörigen Problemen, aber auch den durchaus witzigen Momenten eintauchen. Dabei erinnert man sich möglicherweise an die ein oder andere Situation aus dem eigenen Leben. Zumindest ging es mir so. „Up Up“ erzählt die Geschichte von vier jungen Menschen, die grundlegend verschiedene Erwartungen an ihr Leben haben, jedoch durch eine am Ende doch sehr innige Freundschaft verbunden sind. Im Prinzip geht es darum Antworten auf die alles entscheidende Frage zu finden: Was erwartet man sich von seinem Leben? Eine Frage, die sich vor allem junge Menschen immer wieder stellen.“

Zu Beginn gibt es eine Telefon-Konferenz in Hemd, Krawatte und Unterhose – kennen Sie die Jogginghosen-Homeoffice-Situation?

Ferdinand Hofer: „Aber selbstverständlich! In den letzten beiden Jahren haben die meisten Besprechungen auch für SchauspielerInnen online stattgefunden. Ich gehe meistens nicht so weit wie Nico, dass ich in Unterhose in der Videokonferenz sitze, aber definitiv lege ich dabei keinen Wert auf besonders schöne Hosen. Es gab ja auch des öfteren TV-Videointerviews, bei denen man aus dem Wohnzimmer zugeschaltet wird. Sie können sich sicher sein, dass ich in diesen Situationen keine Anzughose getragen habe.“

„Abgesehen vom Spaß war es eine sehr intensive Zeit“

Feridnand Hofer

Die Filmausschnitte sehen nach viel Spaß aus. War’s das auch beim Dreh?

Ferdinand Hofer: „Auf jeden Fall! In dem jungen, dynamischen Team hat mir die Arbeit sehr viel Spaß gemacht. Der Dreh liegt ja eine Zeitlang zurück, aber es gibt sehr viele Momente, an die ich mich erinnere, als wäre es gestern gewesen. Abgesehen vom Spaß war es eine sehr intensive Zeit. Denn natürlich gab es viele Szenen und Momente in der Serie, die sehr ernst gewesen sind. Hier muss man dann auch wissen, wann der Spaß ein Loch hat. Ich finde, dass wir dafür bei der Arbeit den perfekten Weg gefunden haben und erinnere mich sehr gerne an die Zeit in Berlin.“

In der Mediathek ist die Serie schon zu sehen. Wie waren die Reaktionen?

Ferdinand Hofer: „Bis jetzt habe ich viele positive Reaktionen bekommen. Und ich hoffe, das bleibt so.“

Wird es eine Fortsetzung geben?

Ferdinand Hofer: „Diese Entscheidung darf ich leider nicht treffen. Allerdings habe ich von einigen Leuten, die die Serie geguckt haben, schon sehr konkrete Vorschläge für eine zweite Staffel bekommen. Ich denke, an Ideen sollte es nicht scheitern.“

„Darauf kann ich definitiv nicht verzichten“

Ferdinand Hofer

Gibt’s eine App, auf die Sie nicht verzichten können?

Ferdinand Hofer: „Definitiv meine Musik-Apps. Ich liebe es, Musik zu hören, und darauf kann ich definitiv nicht verzichten.“

Was steht aktuell an? Wann wird man Sie als nächstes sehen?

Ferdinand Hofer: „Im linearen Fernsehen gibt es am 19. Dezember einen neuen „Tatort“ aus München. Und davor würde es mich natürlich freuen, wenn die ein oder anderen sich „Up Up“ in der ARD-Mediathek anschauen oder beim Rundfunk Berlin-Brandenburg RBB am 9. Januar um 22.20 Uhr in der Langfilmfassung.“

Heidi Siefert

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