Irre jagen Münchner 56 km über A 8

Autobahn-Horror

Oberhaching – Völlig bekloppt: Französische Urlauber haben einen Münchner Geschäftsmann 56 Kilometer lang schikaniert.

Seien wir ehrlich: Jeder von uns hat sich beim Autofahren schon einmal über einen anderen Verkehrsteilnehmer so richtig schwarz geärgert. Oft zu Recht – manchmal auch mal zu Unrecht. Allzu menschlich! Was sich aber zwei französische Urlauber jetzt auf der A 8 geleistet haben, spottet jeder Beschreibung: Aus Wut über einen Münchner in seinem Volvo nahmen sie diesen mit ihren zwei Wagen regelrecht in die Zange und schikanierten in 56 Kilometer lang!

Die irre Jagd – sie beginnt auf der Höhe von Bad Aibling: Der 43-jährige Volvofahrer ist geschäftlich unterwegs, plötzlich bremst ein Transporter auf der linken Spur vor ihm scharf: Der Mann reagiert blitzschnell, steigt auch in die Eisen. Hinter ihm fahren zwei Audi – ein A3 und ein A6. Am Steuer: zwei befreundete Franzosen, die gerade aus dem Urlaub kommen. Und denen stinkt dieses überraschende Bremsmanöver gewaltig. Ab jetzt haben sie nur noch ein Ziel: dem Volvofahrer das Leben zur Hölle zu machen.

Sie beginnen damit, den 43-Jährigen bei Tempo 180 rechts zu überholen. Dann scheren sie vor ihm ein und bremsen scharf ab. Immer wieder tun sie dies. Unglaublich: Der französische A3-Fahrer (32) hat sogar seine Frau und seine Kinder (1 und 8 Jahre alt) im Auto sitzen.

Doch das ist nicht alles: Jetzt nehmen die Audi den Volvo in die Zange, der A6-Fahrer (29) öffnet sein Schiebedach und der Beifahrer beginnt, sich aus dem Fahrzeug zu lehnen und Gegenstände auf den Volvo zu werfern. Was? Alles, was er im Auto zu fassen bekommt und nicht wertvoll ist: Eine Dose, Kugelschreiber, Kronkorken. Nun bekommt es der Volvofahrer – verständlicherweise – richtig mit der Angst zu tun. Doch es kommt noch dicker: Plötzlich gibt der A6 Gas und fährt einen Vorsprung heraus – dann rast er auf den Standstreifen, bleibt dort stehen. Der Beifahrer springt aus dem Wagen und will doch tatsächlich auf die Autobahn laufen, um den Münchner zu stoppen. Doch der denkt nicht dran zu halten. Mittlerweile hat der Gejagte aus dem Auto heraus auch schon die Polizei angerufen. Und nicht nur er: Auch andere Autofahrer haben schon zwei „wildgewordene Irre“ auf der A 8 gemeldet. Zig Zeugen melden sich.

Auf der A 995 bei Oberhaching kommt dann die Erlösung: Die Streifenpolizei kann die zwei Audi aus dem Verkehr ziehen. Die Fahrer sowie der Beifahrer werden sogar vorübergehend festgenommen. Sie kommen erst wieder auf freien Fuß, als sie eine Sicherheit in Höhe von mehreren tausend Euro hinterlassen haben – und ihre Führerscheine. Ihr Tatmotiv: reine Wut!

age

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