Vier Tage vor Anschlag: Attentäter flog von Düsseldorf nach Manchester

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Irrer Einbruch: Dieb stiehlt 1200 Brillen aus Optikergeschäft

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In wenigen Minuten alles ausgeräumt: Mitarbeiterin Birgit Weber ist schockiert.

Gröbenzell - Da rieben sich sogar erfahrene Polizisten verwundert die Augen: Einbrecher haben aus einem Optiker-Geschäft 1200 Brillen gestohlen. Der Gesamtwert der Beute: 60.000 Euro.

Fette Beute haben Einbrecher in der Nacht auf Dienstag in einem Optiker-Geschäft in der Kirchenstraße gemacht. Insgesamt entwendeten sie 1200 Brillen sowie optische Geräte. Die Beute ist laut Polizei rund 60 000 Euro wert. Der Betreiber des Ladens ist schockiert. 

Mit brachialer Gewalt hebelten die Einbrecher die massive Eingangstür des Ladens auf und verursachten einen Schaden von weiteren 3000 Euro. Im Inneren des Geschäfts räumten sie dann die Auslagen aus. Insgesamt erbeuteten sie rund 500 Sonnenbrillen und 700 Sehbrillen. Die Täter griffen sich nur hochwertige Artikel, günstigere Produkte ließen sie links liegen. Die Polizei geht deshalb davon aus, dass es sich um fachkundige Einbrecher handeln muss. Dafür spricht auch, dass sie mehrere Apparaturen, beispielsweise das Gerät für den Sehtest, mitnahmen.

Für die Polizei ist es ein ungewöhnlicher Fall. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagte ein Sprecher. Ob es sich bei den Tätern um eine organisierte Bande handelt und ob es womöglich ein Auftragsdiebstahl war, dazu wollte sich der Sprecher nicht äußern. Nur so viel: Es dürften Profis gewesen sein. „Das ganze hat vermutlich nur wenige Minuten gedauert.“ Der Inhaber des Geschäfts, Gerhard Beck, hat da schon konkretere Vermutungen. „Es gibt organisierte Banden, die so etwas auf Bestellung machen.“ Beck weiß, wovon er spricht. Bereits vor 25 Jahren wurde der Optiker Opfer eines Diebstahls.

Wie damals ist er jetzt wieder schockiert. Den Einbruch hat Gerhard Beck selbst entdeckt, als er in der Früh sein Geschäft aufsperren wollte. „Zuerst habe ich gedacht, es waren Vandalen.“ In seinem Laden merkte er dann aber schnell, dass ihm weitaus Schlimmeres widerfahren ist. „Da steht man erst mal da“, sagt er. Vor verschlossenen Türen lässt er seine Kundschaft aber trotzdem nicht stehen. „Mein Sohn ist auch Optiker“, sagt er. Von ihm hat er sich vorerst neue Ware besorgt. Und auch bei seinen Lieferanten hat er schon geordert. Wie viel er von der Versicherung wieder bekommt, weiß der Optiker noch nicht. „Wichtig ist jetzt erst einmal, dass das Geschäft weiterläuft.“

Die sachbearbeitende Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck bittet um Hinweise auf den Täter unter der Rufnummer 08141/612-0.

Tobias Gehre

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