Fahrzeugführer unter Schock

S-Bahn prallt gegen Baum: Sind Kinder schuld?

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Die Frontscheibe wurde etwa auf Kopfhöhe beschädigt.

München - Zu einem Unfall an einem S-Bahntunnel vor dem Haltepunkt Ismaning ist es am Mittwoch gekommen: Eine S8 ist gegen einen Baum geprallt.

Wie die Bundespolizei berichtet, war gegen 15.10 Uhr eine S8 auf der Bahnstrecke Richtung Flughafen unterwegs. Vor der Einfahrt in einen Tunnel südlich von Ismaning im Bereich der Frühlings-/Ecke Waldstraße, nahe dem Taxetweiher, erkannte der Triebfahrzeugführer in einer Linkskurve herabhängendes Laub- und Buschwerk. Die S-Bahn fuhr mit rund 100 Stundenkilometer und kollidierte mit einem ca. 2,5 Meter langen und ca. 10 Zentimeter dicken morschen Baumstumpf und drückte diesen zur Seite. Dabei wurde die Frontscheibe - etwa auf Kopfhöhe - beschädigt. Die S-Bahn konnte bis zum Haltepunkt weiterfahren, wo die rund 60 Reisenden unverletzt aussteigen konnten. Der Triebfahrzeugführer erlitt einen leichten Schock. Durch die Einrichtung von Wechselgleisbetrieb kam es kaum zu Behinderungen im S-Bahnverkehr.

Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen eines Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen. Die Beamten des Ermittlungsdienstes wurden, da die Hintergründe zunächst unklar waren, durch einen Hubschrauber unterstützt, der den Tatort unter anderem fotografisch aus der Luft sicherte. Ausschlaggebend für die Kollision war ein durch ein Geländer geschobener Baum. Erste Hinweise deuten darauf, dass es sich um das Werk spielender Kinder handeln könnte. In der Nähe des Tatortes wurde ein weißer Fußball (mit der Aufschrift Watte Gruppe) sowie eine dunkelblaue Fleecejacke (Modell Ragman mit weißem Aufdruck RG MN auf Brusthöhe) gefunden.

In der Nähe des Tatortes wurde ein weißer Fußball (mit der Aufschrift Watte Gruppe) sowie eine dunkelblaue Fleecejacke (Modell Ragman mit weißem Aufdruck RG MN auf Brusthöhe) gefunden.

Die Bundespolizei sucht nach Zeugen, die gegen 15 Uhr etwas Verdächtiges in dem kleinen Waldstück nahe dem Taxetweiher bei der Tunneleinfahrt gemacht haben bzw., die zu den aufgefundenen Gegenständen Auskunft geben können. Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, dass es sich bei den aufgefundenen Gegenständen nicht zwangsläufig um welche handeln muss, die den Verursachern gehören.

Es könnte sich auch um wichtige Zeugen handeln, die sich zum Zeitpunkt in der Nahe befunden haben. Sachdienliche Hinweise erbittet die Bundespolizeiinspektion München unter der Rufnummer 089 / 515550-111.

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