S4 und S6 zwischen Zorneding und Grafing gesperrt

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Bis zur völligen Erschöpfung

Jagd am Flughafen: Polizei rettet 100-Kilo-Hirsch

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Völlig erschöpft sank der Zehn-Ender auf dem Gelände des Audi-Fahrertrainingslagers zu Boden.

Flughafen - Als Hirschfänger betätigte sich die Flughafenpolizei: Sie fing einen Zehn-Ender ein, der sich aus den Isarauen auf das Flughafengelände verirrt hatte.

Die Einsatzleitstelle der Landespolizeiinspektion Flughafen wurde von mehreren Bürgern informiert, dass ein freilaufender Hirsch zwischen der Tankstelle an der Nordallee und der Zentralallee unterwegs ist. „Sofort machten sich zwei Besatzungen der PI Flughafen auf die Suche nach dem Großtier, sicherten die Straßen und wurden auch bald fündig, meldete gestern Flughafenpolizeisprecher Christian Maier

Der etwa fünf Jahre alte und 100 Kilogramm Hirsch konnte unter „fachkundiger Anweisung" der Polizeibeamten dazu bewegt werden, in das umzäunte Audi-Fahrertrainingslager in der Nähe der Tankstelle zu laufen.

Das betäubte Tier wird am Dienstagabend auf den Laster verfrachtet und zurück zu seiner Familie in die Isarauen gebracht.

Dort legte sich der sichtlich geschwächte sowie orientierungslose Zehn-Ender zunächst ab und gönnte sich eine kurze, schöpferische Pause. Da er im leicht verletzt war entschieden sich der zuständige Jäger und die Polizeibeamten, das Leben des Tieres zu erhalten. Fachkundig wurde der Hirsch mittels einer „Hellabrunner Mischung“ (Mischung flüssiger Medikamente zur Narkotisierung von Tieren) betäubt und durch Bedienstete der Flughafenfeuerwehr in einen Lkw verladen. Mittlerweile eingeleitete „Fahndungsrecherchen“ der Polizei führten dazu, dass sich das Großtier vermutlich aus einer in den nahen Isarauen angesiedelten Herde unbemerkt entfernt hatte.

Der Hirsch wurde wieder in die freie Wildbahn zurückgebracht und die „Familienzusammenführung“ konnte scheinbar wohlbehalten fortgeführt werden, wie eine spätere Nachschau der beherzten und tierfreudigen Polizeibeamten ergab.

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