"Alles andere als ein Freinachtscherz"

Jugendliche surfen vier Kilometer lang auf S8 mit

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Die Jugendlichen sind auf eine S 8 geklettert. Die Polizei spricht von "Lebensgefahr".

Germering - Drei Jugendliche haben sich am Freitag in eine lebensgefährliche Situation begeben. Sie surften vier Kilometer lang auf einer S-Bahn mit.

Drei Jugendliche – 16, 17 und 18 Jahre alt – sind am Freitagmorgen beim S-Bahn-Surfen erwischt worden. „Das war lebensgefährlich und alles andere als ein Freinachtsscherz“, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagt. Das Trio kletterte am Haltepunkt Germering-Unterpfaffenhofen gegen 2.45 Uhr am Ende einer S 8 auf deren Kupplung.

Zwei Weßlinger (16 und 18 Jahre) und eine 17-Jährige aus dem Münchner Stadtteil Hadern fuhren die rund vier Kilometer lange Strecke ungesichert bis nach Geisenbrunn auf der S-Bahn mit. Eine Sicherheitsstreife der Bahn entdeckte die drei S-Bahn-Surfer an der Haltestelle Geisenbrunn auf der einfahrenden S-Bahn. Zwei Jugendliche konnten gestellt werden.

Der 18-Jährige flüchtete, doch ein Hund der Bundespolizei stöberte ihn auf. Alle drei erhalten nun eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen Betriebsstörung beziehungsweise -gefährdung. Zudem werden sie von der Bundespolizei mit ihren Erziehungsberechtigten zu einem Präventionsgespräch eingeladen. Laut Polizei sagte eine Mutter: „Mein Kind war froh, als die Fahrt in Geisenbrunn vorbei war. Es hatte zitternde Knie und würde sich auf so etwas wohl nie mehr wieder einlassen.“

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