Er war auf dem Weg nach München

Julian (18) starb in diesem Wrack

+
Am Steuer seines Ford Ka krachte Julian (18) bei Oberpframmern frontal in den Linienbus. In dem völlig zerstörten Auto hatte der Lehrling keine Chance.

Oberpframmern - In Oberpframmern herrscht große Trauer. Der beliebte KFZ-Mechatroniker Julian verlor bei einem schweren Autounfall sein Leben.

Er war ruhig, besonnen und fleißig. Julian (18) aus Oberpframmern wollte aus seinem jungen Leben noch so viel machen. Am Freitag hätte der 18-Jährige seine schriftliche Gesellenprüfung als KFZ-Mechatroniker schreiben wollen. Ein halbes Jahr früher als vorgesehen. Er hatte um Lehrzeitverkürzung gebeten. Doch das Schicksal hatte anderes mit ihm vor: Am Dienstagmorgen raste der junge Mann frontal in einen Schulbus. Julian starb an der Unfallstelle.

In dem Wrack seines kleinen Ford Ka gab es keine Überlebenschance. Zwei, drei Minuten vor dem Unfall, gegen 6.42 Uhr, ist Julian in Oberpframmern losgefahren. Er will nach München zu einem Kurs der KFZ-Innung. Es ist eine kurvige Straße, auf der es eng wird, wenn ein LKW oder Bus entgegenkommt. Bei dem Weiler Aich Richtung Zorneding passiert das Drama. In einer Rechtskurve gerät Julian nach links und rast frontal in einen entgegenkommenden Linienbus.

Der Aufprall ist heftig . Julians kleiner Ford Ka kracht in die Front des tonnenschweren Busses, dreht sich und kommt entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen. Schnell sind Notärzte und Sanitäter vor Ort, für Julian kommt die Hilfe jedoch zu spät. Eine Blutlache auf der Fahrbahn zeugt davon, wie schwer die Verletzungen des jungen Lehrlings waren.

Bilder: 18-Jähriger prallt mit Ford gegen Schulbus

Bilder: 18-Jähriger prallt mit Ford gegen Schulbus

Drei Fahrgäste sowie der Busfahrer (29) verletzen sich, auch sie werden von den Sanitätern versorgt. In Julians Heimatort Oberpframmern spricht sich das Unglück am Dienstagvormittag in Windeseile herum. Jeder in der 2200-Seelen-Gemeinde kannte Julian schließlich von Kindesbeinen an. Er lebte bei seinen Großeltern, die in dem Ort eine Tankstelle betreiben.

Die Leidenschaft des jungen Mannes waren schon immer Autos und Motorroller gewesen. An ihnen konnte Julian nächtelang und mit großer Hingabe herumschrauben. Konrad Steinbeißer, Julians Chef, ist tief geschockt über den Tod seines Lehrlings: „Keiner kann verstehen, wie das passieren konnte“, sagt er.

Über den Unfallhergang rätseln alle, die Julian kannten und schätzten. Möglicherweise war der junge Mann etwas zu schnell unterwegs und schleuderte auf der noch regennassen Fahrbahn gegen den Bus. Zur Klärung der Unfallursache hat die Staatsanwaltschaft München II ein Gutachten angeordnet.

Jam

Auch interessant

Meistgelesen

Alkohol-Orgien, Raser, Vandalen - Freisinger berichten von Katastrophen-Viertel
Alkohol-Orgien, Raser, Vandalen - Freisinger berichten von Katastrophen-Viertel
Schüler und Rentner (92) krachen mit den Rädern zusammen - Krankenhaus
Schüler und Rentner (92) krachen mit den Rädern zusammen - Krankenhaus
Polizei durchsucht Wohnung von Radldieb und macht gefährliche Entdeckung
Polizei durchsucht Wohnung von Radldieb und macht gefährliche Entdeckung
Mutter und Kinder in Tölz überfahren - So riskant ist die Unfall-Kreuzung
Mutter und Kinder in Tölz überfahren - So riskant ist die Unfall-Kreuzung

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion