Er will noch heuer öffnen

Brauer plant neuen Biergarten an der Isar - hier soll er entstehen 

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Hinter dem Hof seiner Familie will Braumeister Patrick Mengelkamp noch heuer einen Biergarten eröffnen.

Mit seinem Kämper Bräu hat Patrick Mengelkamp den hiesigen Biermarkt aufgemischt. Nun wagt sich der 31-Jährige ans nächste Projekt: den eigenen Biergarten in Isar-Nähe.

Volkmannsdorferau – Produktionszahlen kann man Patrick Mengelkamp nicht entlocken. Aber dass sein Kämper Bräu zwei Jahre nach der Gründung ordentlich brummt, beweisen zwei Umstände: Zum einen führen schon 35 Getränkemärkte seine unfiltrierten Gerstensäfte. Zum anderen hat Mengelkamp, 31 Jahre alt, inzwischen bei seinem früheren Arbeitgeber gekündigt – und braut jetzt nur noch fürs eigene Geschäft. „Es läuft sehr gut“, sagt Mengelkamp zufrieden.

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Doch das Helle, das Dunkle, das Festbier und die Hefeweiße bloß brauen und verkaufen, das ist dem Volkmannsdorferauer noch nicht genug. „Ich wollte eigentlich auch schon immer einen Biergarten betreiben.“ Live dabei sein, wenn die Gäste sein Handwerk genießen, das ist für Mengelkamp ein großer Ansporn. „Wenn die Leute mein Bier trinken und sagen, das ist was Gutes, dann macht mich das stolz.“

Nur wenige Meter vom Zusammenfluss von Isar und Amper entfernt liegt der geplante Biergarten. Die Nähe zu der beliebten Badestelle birgt Synergieeffekte.

Praktischerweise bietet der Hof seiner Familie an der Isarstraße in Volkmannsdorferau genügend Platz. Und so hat er vor kurzem eine Bauvoranfrage bei der Gemeinde Wang eingereicht. „Die Räte haben den Plan einstimmig abgesegnet“, sagt der 31-Jährige. Die erste wichtige Hürde ist geschafft.

300 Plätze mit Grill, Schänke und Kinderspielplatz

Rund 300 Plätze soll der Biergarten bieten, Mengelkamp plant einen Mix aus Bestuhlung und Bierbänken. „300 Leute hört sich nach viel an, ist aber eher überschaubar.“ Südlich der bestehenden Hofgebäude soll ein Gastro-Gebäude entstehen – mit Küche, Ausschank und Sanitäranlagen. Auch ein Spielplatz ist angedacht. „Mir ist eine familiäre, warme Atmosphäre wichtig. Dass man reinkommt – und sich gleich wohlfühlt.“ Mengelkamp will alles so gestalten, wie er es eben selbst gerne hat: „Ein sauberer Biergarten, in dem man nicht lange anstehen muss – besonders beim Bier“, sagt er und lacht.

Gute Voraussetzungen verspricht auch die Lage des „Froschmo“-Hofs, so der Name des elterlichen Anwesens: Zwei Kurven weiter liegt nicht nur ein gut frequentierter Radweg, sondern auch der Zusammenfluss von Isar und Amper – im Sommer ein beliebtes Ziel für Badeausflügler aus der Umgebung. Wer sich tagsüber auf der Kiesbank sonnt, hat abends vielleicht noch Lust auf ein kühles Kämper Bräu und ein paar Würstel vom Grill, spekuliert Mengelkamp.

„Wir haben uns auch überlegt, für die Isar-Leute ein Körberl mit Bier und Brotzeit zum Mitnehmen anzubieten.“ Wir – damit meint der junge Brauer seine Familie und seine Freundin. Sie packen schon jetzt tatkräftig mit an. „Wenn der Biergarten steht, werden wir aber noch weiteres Personal brauchen“, sagt Mengelkamp.

Lösung für Park-Chaos im Sommer in Sicht

Sein Plan könnte auch zur Entspannung eines leidigen Problems der Anwohner führen: Die zahlreichen Badegäste parken in den Sommermonaten die Isarstraße zu. Je wärmer es ist, desto chaotischer die Verkehrssituation an der engen Kreisstraße. „Wir werden auf jeden Fall über 30 Parkplätze für den Biergarten anlegen – und uns auch etwas für die Besucher der Isar überlegen.“

Fehlt noch die Zustimmung der Behörden: „Unser Antrag liegt jetzt beim Landratsamt“, berichtet Mengelkamp. „Sollte der schnell durchgehen, können wir noch heuer eröffnen – je nachdem, welche Auflagen wir zu erfüllen haben.“ Bis dahin wird dem Brauer auf jeden Fall nicht langweilig. Bei seinem 3. „Kämper-Bräu-Fest“ am 7. April um 19 Uhr im Schützenheim Auer Elch in Volkmannsdorferau stellt er zwei neue Biersorten vor. Welche? „Das bleibt eine Überraschung“, sagt Patrick Mengelkamp und grinst.

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