Ochsenrennen in Münsing

Kare zeigt's der Konkurrenz

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So sehn Sieger aus: Martin Breiter und Fleckvieh Kare sind zum zweiten Mal in Folge der Konkurrenz auf- und davongelaufen. Zum Lohn gab es einen schönen Pokal für den Jockey und eine Extra-Portion Kraftfutter für den Rindviech.

Münsing - Der „Rennstall Breiter“ stellt 2012 zum zweiten Mal in Folge den Sieger des Münsinger Ochsenrennens. Souverän holten sich gestern Martin Breiter und sein Fleckvieh Kare den Titel.

Dicht gefolgt von Alois Graf auf Valdo galoppieren Martin Breiter und sein Kare mit donnernden Hufen durchs Ziel. Schon zu Beginn der 120 Meter langen Strecke liegt das Team vorne. Alois Graf hat einen Fanclub von 25 Freunden mitgebracht, doch die lautstarken „Valdo!“-Rufe entlang der Bande beeindrucken Kare wenig. Siegessicher bahnte er sich seinen Weg - und das von den Vorläufen an. 21 Konkurrenten hat der Zweijährige mit dem sanften Blick und dem starken Willen so abgehängt. „Schon beim Training hab ich gesehen: Gegen den wird’s schwer“, muss Graf anerkennen.

Ochsenrennen in Münsing: Bilder

Am Ende umarmt der Unterlegene den Sieger-Jockey. Beide jungen Männer halten ihre Pokale in die Höhe und strahlen in die zahlreichen Fernsehkameras und Fotoapparate. Das fünfte Münsinger Ochsenrennen in der Naturarena auf der Krummleitn war wie die Male zuvor kein verbissener Wettkampf, sondern eine Riesengaudi. Zwischen 8000 und 10 000 Besucher verfolgten das Spektakel bei windig-kaltem Wetter. Sie haben ihren Spaß, wenn bei jedem Rennen mindestens ein Ochse ohne seinen Jockey ankommt oder wenn Murnau-Werdenfelser Balotelli tänzelnd seine Kreise dreht.

Sie feuern besonders die vier mutigen weiblichen Teilnehmer an, von denen es Ela Sappl mit ihrem Mr. Charly Brown bis ins Finale und - hinter Ferdinand Bruckmeir auf Ditschi - auf Platz Vier schafft. Sie lachen über die Witze von Moderator Hans Schmid und sie bejubeln Publikumsliebling Effendi, der, mit dem Ochserer-Vorsitzenden und Cheforganisator Joseph Großmann auf dem breiten Rücken, nach dem Motto „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ brav trottend die Strecke absolviert.

Vorbildlich, wenn auch ihrer Art entsprechend manchmal stur, haben sie sich alle verhalten, die schwergewichtigen Reittiere. Der Kare zum Beispiel „hod einfach an sauguaden Charakter“, wie Martin Breiter das Geheimnis seines Erfolgs beschreibt. Nach dem Lauf gibt’s für die blumengeschmückten Helden des Tages eine Extraportion Kraftfutter. Einige lassen es sich gefallen, dass kleine Kinder auf ihnen sitzen dürfen. (tal)

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