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Grausame Katzen-Tötung auf Spielplatz: Polizei und Anwohner suchen fieberhaft nach „Tier- und Kinderhasser“

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Von: Theresa Kuchler, Josef Ametsbichler

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Ein Unbekannter hat im Kreis Ebersberg auf brutale Weise eine Katze umgebracht. Anwohner fanden eine blutige Axt in der Nähe. © Thomas Rinke/Imago/Symbolbild

Auf einem Spielplatz haben Passanten einen grausamen Fund gemacht: die Überreste einer zerstückelten Hauskatze. Die schockierten Anwohner wollen den Täter unbedingt zur Rechenschaft ziehen.

Vaterstetten – Die Grausamkeit der Tat ist kaum in Worte zu fassen: In Vaterstetten (Kreis Ebersberg) wurde vor wenigen Tagen eine Hauskatze bei lebendigem Leib zerstückelt und ihre Überreste anschließend auf einem Spielplatz verteilt. Passanten haben die Extremitäten des Tiers am späten Samstagnachmittag (25. Juni) auf dem Gelände gefunden. Kurz zuvor hatte die Besitzerin ihr Haustier noch umherstreifen sehen.

Wie die Polizei Poing mitteilte, hat der Tierquäler die Überreste seines Opfers überall auf dem Vaterstettener Abenteuerspielplatz verteilt. So lag der Kopf der Katze auf der Schaukel, während der Körper in der Wiese inmitten des Geländes geworfen wurde. Eine Pfote wurde unmittelbar neben dem Kadaver entdeckt, die anderen drei Tatzen und der Schwanz des Tiers konnten noch nicht gefunden werden.

Zerstückelte Katze auf Spielplatz gefunden: Anwohner suchen fieberhaft nach Täter

Die Wunden an den Überresten der Katze deuten darauf hin, dass das Tier noch lebte, als ihm die Gliedmaßen abgeschnitten wurden. Das sagte eine ehrenamtliche Ansprechpartnerin für Fundkatzen den Poinger Beamten. Der Täter hat demnach wohl zuerst den Kopf der Katze eingeschlagen und anschließend mit einem scharfen Gegenstand abgetrennt.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass es sich bei der Tatwaffe um eine Axt handelt. Anwohner haben ein blutiges Werkzeug am Montag (27. Juni) in der Nähe des Tatorts gefunden. Die Polizei hat die Waffe sichergestellt und untersucht sie nun auf Fingerabdrücke und DNA-Spuren des Täters. Es sei zudem eine Analyse veranlasst worden. Damit soll geklärt werden, woher das Blut an der Schneide stammt.

Grausame Katzen-Tötung auf Spielplatz schockt Polizeibeamte: „Das haben wir noch nie gehabt“

Die Brutalität und Grausamkeit dieses Falls macht selbst den hartgesottenen Polizeibeamten zu schaffen. Der Ebersberger Zeitung sagte ein Sprecher: „Das haben wir noch nie gehabt. Wir hoffen, dass wir den finden.“ Juristisch handle es sich um einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Weil zur Identität des Täters bislang nichts bekannt ist, hofft die Polizei Poing auch auf Hinweise von Zeugen. Diese können unter der Telefonnummer 08121/99170 oder jeder anderen Polizeidienststelle gemeldet werden.

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Aber nicht nur die Polizei sucht fieberhaft nach dem brutalen Tierquäler. Auch der Tierschutzverein Landkreis Ebersberg e.V. und die Anwohner wollen den Täter unbedingt finden. So hat der Tierschutzverein für Hinweise, die zur Lösung des Falls führen, eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro ausgelobt. Dank der Zusage von Privatpersonen hat sich das Kopfgeld mittlerweile sogar noch einmal erhöht – auf insgesamt 2250 Euro.

Anwohner und Tierschutzverein loben hohes Kopfgeld auf „Tier- und Kinderhasser“ aus

Neben weiteren 1000 Euro, die dem Tierschutzverein zugesagt sind, kommen dabei 250 Euro von einem Anwohnerkollektiv, zu dem die Vaterstettenerein Petra Mackh gehört. „Wir möchten unbedingt, dass dieser Täter- und Kinderhasser gefasst wird“, sagt sie und findet deutlich Worte zu der Tat: „Das ist jenseits jeder psychischen Normalität.“

Leider kommt es immer wieder zu schrecklichen Vorfällen der Tierquälerei. In der Freinacht wurde in Gauting (Kreis Starnberg) ein Kater so gequält, dass ihm der Schwanz amputiert werden musste. (kuc)

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