60 Katzen in einem Haus

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Eine Frau lebte mit 50-60 Katzen in einem Einfamilienhaus in Freising.

Freising - Eine Frau lebt in Freising mit 50-60 Katzen auf engstem Raum zusammen. Viele ihrer Katzen sind krank. Eine Anzeige von "aktion tier" beim Veterinäramt in Freising brachte bislang leider keine Besserung.

Ihren Besuchern präsentiert sie sich gern als große Katzenretterin. Die Mitarbeiter der Tierschutzorganisation „aktion tier“ dagegen bezeichnen solche Leute als „animal hoarder“ (Englisch: to hoard = horten, sammeln) – Menschen also, die extrem viele Tiere auf engstem Raum züchten und daran nicht schlecht verdienen. Solch eine Frau lebt in Freising unter unbeschreiblichen Umständen mit mindestens 50 bis 60 Katzen in einem Einfamilienhaus. Ende Juni muss sie ausziehen. Die „aktion tier“ hat beim Veterinäramt Freising Anzeige erstattet. Passiert ist bislang – nichts!

Silvia P. (Name geändert) fiel in den letzten Jahren mehrfach mit ihrer Katzen-Sammelwut auf. Sie wendete sich selbst an die „aktion tier“, weil sie genau weiß, dass die Hälfte ihrer Katzen so krank ist, dass sie die nicht mehr verkaufen kann. Mitarbeiter waren im Haus und kämpften mit der Übelkeit. Katzen leben in jedem Winkel des Hauses. Schmutz und Gestank sind unbeschreiblich. Die Tiere sind mangels geeigneter Katzenklos verdreckt. Teilweise sind sie blind, einäugig, haben Darmparasiten, Katzenschnupfen und Verletzungen. Die meisten waren Streuner, die Silvia P. auf Bauernhöfen einsammelte. Das Auswahlkriterium: Hübsch gezeichnet oder langhaarig müssen sie sein. Damit züchtete sie dann Rassenkatzen. Die Tiere wurden gegen eine „Schutzgebühr“ von je 140 bis 200 Euro an Privatleute verkauft.

18 Katzen nahmen die Tierschützer sofort mit. In verschlossenen Zimmern leben die kleinen Katzen, die Silvia P. nicht vorzeigen und auch nicht herausrücken wollte. Kein Wunder: Die will sie in den letzten Tagen vor dem Auszug nach Einschätzung von „aktion tier“ offenbar schnell noch zu Geld machen.

Dorita Plange

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