Zwei Arbeiter ins Kies-Silo gestürzt

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Zwei Arbeiter sind am Mittwochmorgen bei Kirchseeon in ein Hochsilo gestürzt.

Bruck - Zwei Arbeiter sind am Mittwochmorgen acht Meter tief in ein Hochsilo gestürzt. Beide konnten in einer komplizierten Rettungsaktion mit schwersten Verletzungen geborgen werden.

Dramatischer Unfall in einem Silo in Bruck (Landkreis Ebersberg): Zwei Männer (30 und 47 Jahre) stürzten bei Wartungsarbeiten in ein acht Meter tiefes Silo und wurden verletzt. Wie das Unglück geschah, hat keiner gesehen. Das erklärte der Prokurist der Betreiberfirma Münchner Kiesunion, Franz Demmelhuber. Die Rettung gestaltete sich kompliziert: Über eine Stunde brauchten die Einsatzkräfte, um die Verletzten aus dem Silo zu bergen. Der jüngere Mann wurde über eine Leiter herausgeholt. Der Betriebsleiter musste zunächst am Boden des Silos vom Notarzt stabilisiert werden, der sich abgeseilt hatte. Anschließend wurde das Opfer mit einem Flaschenzug nach oben gebracht. Die Verletzten kamen per Hubschrauber in Münchner Kliniken. Der Zustand des Betriebsleiters ist kritisch.

Bilder: Kiesgruben-Unglück bei Kirchseeon

Nach Informationen der Ebersberger Zeitung ging der Alarm Mittwochmorgen gegen 7.09 Uhr ein. Bereits zwei Minuten später war Peter Schöpperle, Kommandant der Feuerwehr Bruck, vor Ort. Das Feuerwehrhaus ist nur wenige Meter vom Betriebsgelände entfernt. Anschließend wurden weitere Wehren hinzugezogen. Zwei Feuerwehrleute aus  Zorneding und Vaterstetten mit einer Spezialausbildung seilten sich in das Silo ab. „Die beiden sind hauptberuflich bei der Berufsfeuerwehr in München und haben deshalb entsprechende Kenntnisse. Sie sind auch als Rettungssanitäter ausgebildet“, erklärt Kreisbrandrat Gerhard Bullinger. Zusätzlich wurde dann der Notarzt des eingetroffenen Rettungshubschraubers ins Silo abgeseilt. „Dabei wurde mit größter Vorsicht vorgegangen, um die Retter nicht zu gefährden“, erklärt Bullinger. Der jüngere Mann war ansprechbar, der Betriebsleiter nicht.

Am Grund des sich nach unten verengenden Silos arbeiteten die Helfer fieberhaft, rutschten immer wieder an der schrägen Bodenplatte am Rand ab. Auch aus Platzmangel war die Bergung sehr schwierig. „Bei uns ist eine sehr gedrückte Stimmung“, so Demmelhuber. Er sprach den Rettungskräften ein großes Lob aus: „Die haben sehr gute Arbeit geleistet.“

Robert Lange

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