Rechtsanwalt informiert über OP

Killer von Dachau hat nur noch ein Bein

+
Rudolf U. bei der Festnahme in Dachau

Dachau - Der Todesschütze, der am 11. Januar 2012 den Staatsanwalt Tilman T. im Amtsgericht Dachau niederknallte, hat jetzt nur noch ein Bein.

Rudolf U. (54) habe sich im Klinikum Neuperlach einer Amputation unterziehen müssen, teilte der Landshuter Rechtsanwalt Maximilian Kaiser mit.

Der frühere Transportunternehmer Rudolf U. wird sich ab Oktober wegen Mordes vor dem Landgericht München II verantworten müssen. Beim Prozess, den Richter Martin Rieder als Vorsitzender führt, wird es vor allem um die Frage gehen: Wie tickt der Angeklagte? Beging er das scheußliche Verbrechen im Zustand verminderter Schuldfähigkeit?

Rudolf U. war an jenem 11. Januar zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er Fahrer als Scheinselbstständige beschäftigt und Sozialversicherungsbeiträge von 44 000 Euro nicht abgeführt hatte. Nach dem Urteilsspruch zog er eine Pistole und feuerte auf Richter un Staatsanwalt. Während der Richter in Deckung gehen konnte, traf eine Kugel Tilman T. tödlich.

Bluttat in Dachau: Staatsanwalt (31) stirbt

Bluttat in Dachau: Staatsanwalt (31) stirbt

Bei der Justiz gilt Rudolf U. als Querulant. In 35 Gerichts- und Ermittlungsverfahren ist er aktenkundig. In den meisten Fällen hatte er Anzeige erstattet. „Er fühlt sich von der Justiz ungerecht behandelt“, sagt Anwalt Kaiser. Diese Verfahren will Kaiser im Mordprozess zum zentralen Thema machen. Wie die tz erfuhr, war Rudolf U. bereits bei einem früheren Strafverfahren für vermindert schuldfähig erklärt worden.

E. Unfried

Auch interessant

Meistgelesen

Bombenalarm am Gymnasium Tutzing: Polizei gibt Entwarnung
Bombenalarm am Gymnasium Tutzing: Polizei gibt Entwarnung
Flugzeugteil auf Weide gestürzt - das sagt der Landwirt
Flugzeugteil auf Weide gestürzt - das sagt der Landwirt
Freund beim Sexspiel mit Kreissäge getötet - Urteil
Freund beim Sexspiel mit Kreissäge getötet - Urteil
Flüchtlinge treten vor dem Landratsamt Ebersberg in Hungerstreik
Flüchtlinge treten vor dem Landratsamt Ebersberg in Hungerstreik

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion