100 Kilo Haschisch in der Stoßstange

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München - Die Polizei hat den größten Haschisch-Fund seit Jahren gemacht. Versteckt waren die rund 102 Kilogramm Drogen in der Stoßstange eines Autos.

Der Drogenhund im Hof der Polizeiinspektion 24 in Neuperlach geriet auf der Stelle aus dem Häuschen, als er in die Nähe des silbernen Kia Carens kam. Volltreffer: Aus den hinter der Stoßstange verborgenen Zugängen in die baubedingten Hohlräume des Fahrzeugs beförderten die Polizisten in den nächsten drei Stunden sagenhafte 102 Kilo Haschisch im Wert von etwa 350 000 Euro.

Die Bilder

100 Kilo Haschisch in der Stoßstange

Die Verstecke waren am Heck und an den Seiten hinter drei nachträglich eingebauten Klappen verborgen – definitiv das Werk von Profis. Kurz zuvor – am 16. März um 8 Uhr früh – hatten die Münchner Schleierfahnder vom Fahndungskontrolltrupp Ost den Fahrer des Kia auf dem Autobahn-Rastplatz Brunnthal (Landkreis München) kontrolliert. Der arbeitslose Lkw-Fahrer (47) aus Karlsruhe hat eine Frau und drei Kinder und wurde angeblich erst Anfang März in einem Coffeeshop im holländischen Venlo angeworben.

Nach seinen Angaben habe er sein vor einem Jahr erworbenes Auto für einige Stunden einem Fremden überlassen, der dann die Drogen einbaute. Diese Darstellung ist mehr als fraglich. Die Ladung sollte er in der Hafenstadt Bari/Süditalien abliefern. 2000 Euro hätte er dafür bekommen. Angeblich war es erst seine zweite Kurierfahrt. Als ihn die Polizisten kontrollierten, hockte er auf dem Fahrersitz. Er wirkte verschlafen und drehte sich gerade völlig ungeniert einen Joint. Was Kriminaldirektor Torsten Wittke vom LKA zu der trockenen Feststellung veranlasste: „ Kiffen macht blöd .“

DOP

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