Kinder legen Zugverkehr lahm

Freising - Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen haben am Bahngleis spielende Kinder die Regionalzugstrecke Landshut-München lahmgelegt. Die vier Elfjährigen hatten erleben wollen, wie sich beim Vorbeifahren der Züge das „Ruckeln“ auf den Körper überträgt.

„Jugend forscht“ betitelte denn auch die Polizei humorvoll ihren Bericht. Die Einsatzzentrale Ingolstadt war am Mittwoch gegen 16 Uhr von der Bundespolizei alarmiert worden: Spielende Kinder auf den Bahngleisen zwischen Marzling und Langenbach! Die Bahn veranlasste sofort eine Gleissperre und hielt sämtliche Züge auf der Strecke an, um eine Gefährdung der Kinder auszuschließen.

Als die Polizei am „Tatort“ eintraf, wartete schon ein Regionalzug. Der Lokführer teilte den Beamten mit, dass sich vier Kinder bereits vor Eintreffen der Streife aus dem Staub gemacht hätten. Die Streckensperrung konnte daher wieder aufgehoben werden konnte.

Anhand einer kurzen Beschreibung mit Angabe der Entfernungsrichtung durch den Lokführer konnten die Kinder in der Nähe beim Spielen angetroffen werden. Sie berichteten den Polizisten, dass sie die Gleise nicht betreten hätten - lediglich den seitlichen Bereich des Bahnkörpers zum Angerweg hin. Die Personalien der Kinder - es handelte sich um vier 11-Jährige aus Marzling - wurden aufgenommen, die Gruppe entsprechend ermahnt und die Eltern von dem Vorfall in Kenntnis gesetzt.

Was das Quartett so magisch angezogen hatte, klärte dann am Abend der Anruf einer Mutter. Die Kinder, so hatte die Mama herausgefunden, fanden die Nähe der Gleisanlagen so spannend, weil sich beim Vorbeidonnern der Züge das „Ruckeln” auf den Körper überträgt.

Rubriklistenbild: © dpa

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