Kinderschänder tut unschuldig

Bleibt Josie (9) die Aussage erspart?

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München - Frank S. (67) aus Olching war stets höflich und hilfsbereit. Keiner ahnte, dass er kleine Mädchen sexuell missbrauchte. Auch die Mutter Josies (9, Name geändert) hatte dem Mann vertraut.

Jetzt wird Frank S. vor dem Landgericht München II der Prozess gemacht. Die Mutter hofft, dass ihre Tochter nicht vernommen werden muss. „Ich hoffe, dass er ein Geständnis ablegt“, sagt die alleinerziehende Frau, die in einem Olchinger Altenheim arbeitet. „Die Kleine hat Angst, alles noch einmal erzählen zu müssen.“

Doch der Angeklagte eiert vor Gericht herum: „Die Hälfte der Anklage ist gelogen!“ Immer samstags, wenn seine Frau und Josies Mutter arbeiteten, passte S. auf die Kleine auf. Er wohnt im selben Mehrfamilienhaus. In seiner Wohnung befummelte er das Kind. Als Gegenleistung für Süßigkeiten bekam „Opa Frank“ Küsse. Doch er leugnet: „Wenn ich ihr was kaufte, gab sie mir ein Bussi. Sie hat mich bestochen damit.“ Dass er dem Kind zwischen die Beine grapschte, schildert der Angeklagte als völlig harmlos: „Ich habe sie halt so hochgehoben.“ Seit 15. Januar sitzt Frank S. in Untersuchungshaft. 2008 hatte er sich in Aubing an einem elfjährigen Kind in der Nachbarschaft vergriffen. „Ich habe halt reingelangt bei ihr“, sagt er lapidar. Der Prozess geht weiter.

ebu

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