Dreister Betrug mit getürkten Popcorn-Stornos

Gröbenzell – Ein Angestellter hat zwei Jahre lang immer wieder in die Kasse der Gröbenzlichtspiele gegriffen. Wegen Unterschlagung von 3500 Euro stand ein 27-jährige Student vor dem Brucker Amtsgericht.

„Die Inventur hat nie gestimmt“, stöhnte die Eigentümerin des Kinos. Immer wieder fehlten Ware und Geld, gesamt 12 000 Euro. Aufgeflogen ist die Sache an einem Augustabend 2011. Einem Kollegen des 27-Jährigen kam die Stornierung von 19 Tüten Popcorn zu je 4 Euro spanisch vor. Die Stornolisten im Kassencomputer wurden kontrolliert. 43 Stornierungen kamen ans Tageslicht. Für die Kino-Chefin ein Schock. „Ich bin aus allen Wolken gefallen.“ Für sie stand fest: Ein Angestellter hatte sich die angeblich stornierte Summe selbst ausgezahlt. Die Kasse hatte bei der Abrechnung formal gestimmt.

Schnell stellte sich heraus, dass die Stornos immer in die Dienstzeit des 27-Jährigen fielen. Doch der beteuerte: „Ich habe nicht in die Kasse gegriffen“. Anhand des Terminkalenders einer Freundin könne er beweisen, dass er an einigen Storno-Tagen gar nicht im Kino gewesen war. Die Kino-Chefin bleibt aber dabei: Er hatte immer Dienst – bis auf einen Vorfall. Dabei ging es um 20 Tüten Popcorn.

Nun soll die Gröbenzellerin dem Richter die Dienstpläne vorlegen. Er will prüfen, ob der Student seine Arbeitstage selber handschriftlich eingetragen hat. Der 27-Jährige hält dagegen, dass sie Mitarbeiter oft Dienste getauscht hätten, ohne das einzutragen.

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