Feuer auf dem Altar gemacht

Kirchenschänder ist drogensüchtig

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Die Feuerstelle auf dem Altar.

Grafing - Bei dem 18-Jährigen, der zusammen mit einem 17-Jährigen die Grafinger Leonhardikirche geschändet hatte, handelt es sich um einen drogensüchtigen Ladendieb. Das teilte das Münchner Polizeipräsidium am Sonntag mit.

Der wohnsitzlose Bursche war am vergangenen Mittwoch, also wenige Tage nach dem Einbruch ins Grafinger Gotteshaus, in der Landeshauptstadt beim Stehlen erwischt worden.

Der junge Mann hatte in einem Drogeriemarkt im Tal zunächst eine Schere entwendet. Mit dieser öffnete er dann die Verpackungen eines Kopfhörers und eines Parfums im Wert von insgesamt 60 Euro und verließ mit dieser Ware den Laden. Zeugen konnten den Dieb festhalten. Der 18-Jährige finanziert nach Angaben eines Polizeispreches mit Diebstählen und anderen Straftaten seinen Lebensunterhalt und die Kosten seines Drogenbedarfs. „Er handelt gewerbsmäßig“, so die Polizei.

Wie berichtet waren die Täter am Samstag, 6. Juli, in die Grafinger Leonhardikirche eingedrungen, wo sie wertvolles Inventar und Heiligenfiguren beschädigten und schließlich auf dem Altar Feuer machten. Zudem entwendeten sie eine Monstranz. Diese konnte von der Polizei bisher nicht sichergestellt werden. Die beiden Täter waren auf die Empore des Gotteshauses gelangt und mit Hilfe einer Holzleiter in den ständig verschlossenen Hauptraum der Kirche hinabgestiegen. Nach Angaben von Stadtpfarrer Hermann Schlicker war der Vorraum der Kirche offen. Die Polizei beziffert den Beute- und Sachschaden nicht genau. Ein Polizeisprecher meinte lediglich: „Er dürfte sicher einige tausend Euro betragen“.

Michael Acker

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