Ostendorf zur tz: "Noch nichts entschieden!"

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Brezen-Baron Klaus Ostendorf

München - Dass der ehemalige Eigentürmer Klaus Ostendorf Müller-Brot zurückkaufen will, sorgt für Unmut. Im Interview mit der tz sagt der Unternehmer, dass noch alles offen ist.

Dass Klaus Ostendorf, ehemaliger Eigentümer von Müller-Brot, das insolvente Unternmehmen jetzt wieder zurückkaufen will und sich der Gläubigerausschuss für das Gebot der Bietergruppe um Klaus Ostendorf entschieden hat, sorgt für Unmut. Im Interview mit tz-Reporterin Susanne Sasse sagte der Unternehmer am Freitagabend, dass noch alles offen ist.

Sie haben Müller-Brot ja jetzt zurückgekauft, heißt es, weil sich der Gläubigerausschuss für das Gebot entschieden habe, dass Sie und weitere Manager, darunter Stefan Huhn , abgegeben haben. Stimmt das?

Klaus Ostendorf: Die Verhandlungen laufen noch, ich kann dazu nichts sagen, es gibt ja weitere Bieter. Ich habe also nichts zurückbekommen, mir hat die Firma außerdem auch vorher nicht gehört. Nach wie vor ist über den Verkauf noch nichts verbindlich entschieden, das geschieht erst nächste Woche.

Wenn Sie zum Zuge kommen, wollen Sie dann in Neufahrn wieder backen?

Ostendorf: Ja, sobald wir von den Behörden die Freigabe bekommen.

Mit wie vielen Mitarbeitern?

Ostendorf: Das wird dann schon eine größere Anzahl sein. Wie viele, das hängt davon ab, dass der Betrieb wieder Umsatz macht. Momentan ist der ja auf dem absoluten Tiefpunkt.

Wie konnte es zu diesem Tiefpunkt in der Geschichte von Müller-Brot kommen?

Ostendorf: Da müssen Sie die Behörden fragen. Die haben ja am 16. Februar die Wiederöffnung verweigert, jetzt ist der Betrieb seit acht Wochen geschlossen. Das ist absolut einzigartig in der Geschichte Deutschlands, dass ein den Betrieb so lange von behördlicher Seite aus geschlossen bleibt. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich mich dazu nicht genauer äußern, weil es sich um ein schwebendes Verfahren handelt und die Verhandlungen noch laufen. Aber zum gegebenen Zeitpunkt werde ich mich dazu äußern.

Das sagt Evi Müller, die Tochter des alten Firmen-Patriarchen.

tz

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