Kleinstockach

Landwirtschaftliches Anwesen brennt lichterloh

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Kleinstockach - Dramatischer Großeinsatz am Donnerstagabend im Norden von Taufkirchen. Auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Kleinstockach war ein Brand ausgebrochen.

Es war um 20.50 Uhr als der Notruf bei der Integrierten Leitstelle Erding einging: Bauernhof an der B15 in Flammen. Sofort wurde Großalarm für die Feuerwehren Taufkirchen, Hohenpolding, Dorfen, Maria Thalheim, Sulding, Steinkirchen, die Kreisbrandinspektion, Kreisbrandrat Willi Vogl, die Unterstützungsgruppe Feuerwehr-Einsatzleitung aus Altenerding und den Katastrophenschutz des Landratsamtes ausgelöst. Auf den Weg machten sich auch Rettungswagen und Notärzte sowie die Dorfener Polizei. Insgesamt waren mehr als 100 Helfer vor Ort. Der Schein der Flammen war kilometerweit zu sehen und wies den Rettern der Weg. Der Brandgeruch waberte bis Taufkirchen.

Die ersten Löschfahrzeuge trafen um 21 Uhr ein. Den Feuerwehrlern bot sich anfangs dieses Bild: Eine etwa 20 Meter lange Lager- und Maschinenhalle stand in Vollbrand und war offensichtlich nicht mehr zu retten. In der Halle standen landwirtschaftliche Fahrzeuge, zudem befanden sich dort eine Werkstatt, Holz und Heu sowie der Stall.

Immerhin: Es stand nicht das gesamte Gehöft in Flammen, wie es in ersten Notrufen geheißen hatte. Das Augenmerk konzentrierte sich daraufhin auf das kontrollierte Abbrennen der Halle sowie vor allem auf den Schutz eines älteren Wohnhauses und des neueren Wohnbereichs. Mit reichlich Wasser gelang das auch. Gefragt waren vor allem Atemschutzgeräteträger. Bis eine Schlauchverbindung gekoppelt war, wurde das Wasser von den Löschfahrzeugen bis zum Hof gefahren.

Die Bewohner, ein 47 Jahre alter Landwirt und seine Familie, hatten sich selbst in Sicherheit bringen können. Nachbarn sorgten dafür, dass die sieben Rinder rechtzeitig aus der Flammenhölle ins Freie getrieben wurden. Zwischenzeitlich musste die B15 Dorfen – Landshut zwischen Taufkirchen und Hohenpolding komplett für den Verkehr gesperrt werden. Die Fahrbahn diente als Aufstellfläche für die Löschfahrzeuge und zwei Drehleitern.

Nur eine halbe Stunde später, gegen 21.30 Uhr, hieß es seitens der Einsatzleitung: „Feuer unter Kontrolle.“ Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis tief in die Nacht. Danach wurde ein Brandwache installiert.

Noch am Abend traf der Kriminaldauerdienst der Kripo Erding am Unglücksort aus. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord in Ingolstadt erklärte am Freitagmorgen: „Bislang wissen wir nicht, wie es zu dem Feuer kommen konnte.“ Es könnte sich um einen technischen Defekt gehandelt haben. Gestern machten sich dann noch einmal Brandfahnder auf die Suche.

Der Landwirtsfamilie ist erheblicher Schaden entstanden, die Rede ist von mindestens 200 000 Euro.

Hans Moritz

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