Koffer-Chaos am Flughafen

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Chaos programmiert: Die Gepäckförderanlagen haben eine komplexe Steuerung. Jetzt fiel eine Anlage 40 Minuten aus.

München - 40 Minuten lang ging nichts mehr bei der Gepäckförderanlage des Flughafens– das reichte, um im Terminal 2 ein heilloses Koffer-Chaos zu entfachen.

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Auch zwei Tage später war es noch nicht ausgestanden. Ein Datenbankfehler habe am Sonntagnachmittag die Probleme ausgelöst, sagte Flughafensprecher Edgar Engert dem Erdinger Anzeiger. Die Förderanlage verfüge zwar über ein System, das dann in einem vereinfachten Modus weiterläuft. Bis aber „die hochkomplizierte Steuerung“ umgeschaltet sei, dauere es eben seine Zeit. 4500 Koffer wurden nicht verladen. 

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Der Sohn eines betroffenen Passagiers (Name der Redaktion bekannt) will sogar von 7000 herrenlosen Gepäckstücken gehört haben. Sein Vater war mit der Airline von München in die Türkei geflogen und wartete wie rund 60 weitere Reisende dieses Fliegers vergeblich auf seinen Koffer, in dem sich auch dessen Medikamente befanden. „Ich bin Vielflieger, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagte der Sohn des Reisenden und kritisierte das Krisenmanagement von Flughafen („Niemand im Lost & Found-Büro ging ans Telefon“) und Airline, die das sonst übliche Prozedere nicht starten konnte. „Normalerweise bekommt man bei der Lufthansa eine Referenznummer, mittels der man im Internet verfolgen kann, ob der Koffer auf Reisen ist.“ Diesmal sei alles anders gewesen. Noch gestern habe sein Vater auf sein Gepäckstück gewartet. „Mittlerweile kamen zwar Flugzeuge aus München an. Die sollen aber so voll gewesen sein, dass keine zusätzlichen Koffer mehr Platz gehabt hätten.“

Unterdessen wurde laut Engert am Flughafen fieberhaft gearbeitet. „Aufgrund des Nebels am Montagmorgen mussten weitere Flüge annulliert werden. Dadurch kamen zu den bereits stehengebliebenen Koffern weitere hinzu“, sagte Engert. „Im Normalfall fliegen Reisende und Koffer in der gleichen Maschine.“ Nun aber müssten etliche Gepäckstücke nochmals geröntgt werden. In der Nacht zum Dienstag sei ohne Pause durchsortiert worden. 21 Zusatzkräfte seien angefordert werden. Am Donnerstagmorgen sollen die letzten Koffer bei den Empfängern sein.

Dieter Priglmeir

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