Koks in Kohle: Drogenfund am Flughafen

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Grillkohle der besonderen Art: Der Brennstoff war mit kioweise Kokain getränkt. Ein Südamerikaner sitzt seit dem Fund Mitte Oktober im Gefängnis.

Flughafen - Trickreich war ein Rauschgiftschmuggler, der Kokain aus Südamerika nach Europa bringen wollte. Sein Problem: Die Zöllner am Münchner Flughafen waren einen Tick findungsreicher.

Ihnen gelang bereits am 18. Oktober ein spektakulärer Rauschgiftfund. Zollsprecher Thomas Meister berichtet, seine Kollegen von der Zivilen Überwachungsgruppe hätten gleich 36 Kilogramm Holzkohle „der besonderen Art“ aufgespürt.

Ein Transitpassagier aus Südamerika war an besagtem Tag am Moos-Airport zwischenlandet. Der Handelsvertreter wollte weiter nach Brüssel fliegen, um dort auf einer Messe Aufträge für Häkeldeckchen aus seiner Heimat an Land zu ziehen.

Verwundert, so Meister, waren die Beamten. Als beim Öffnen des Reisegepäcks neben einigen Deckchen zwölf Päckchen mit je drei Kilogramm Grillkohle zum Vorschein kamen. Die Fahnder wurden hellhörig und bohrten weiter. Ein Schnelltest reagierte umgehend auf Kokain. Eine Analyse bestätigte den Treffer: Die Kohle war mit Koks durchtränkt.

Der tatsächliche Anteil von Kokain am Gesamtgewicht von 36 Kilogramm wird nun durch das wissenschaftliche Referat des Bildungs- und Wissenschaftszentrums der Bundesfinanzverwaltung ermittelt. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um 20 Kilo Rohware handelt. Das Zollfahndungsamt München übernimmt die weiteren Ermittlungen. Das Amtsgericht Erding erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Landshut Haftbefehl.

(ham)

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