Kollegen retten Fußballer (34) das Leben

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Leben gerettet hat der Defi, den Gerhard Betz organisiert hat.

Nandlstadt - Beim abendlichen Training ist ein 34-jähriger Fußballer am Mittwochabend zusammengebrochen - Herzstillstand. Durch das schnelle Eingreifen seiner Kollegen hat der Mann überlebt.

Nach langer Zeit hat der 34-jährige Mann aus Nandlstadt am Mittwochabend wieder an einem Training der „Alten Herren“ des TSV Nandlstadt teilgenommen. Doch plötzlich bricht er auf dem Rasen zusammen. „Er hat die Augen verdreht, schwer geschnauft und teilweise das Bewusstsein verloren“, erinnert sich der ehemalige Trainer Burhan Tas.

Die Fußballer des TSV Nandlstadt reagieren sofort: Während einer in Rekordzeit den Frühdefibrillator aus dem Sportheim holt und ein anderer den Rettungsdienst alarmiert, beginnen zwei Aktive mit der Herz-Druck-Massage und der Mund-zu-Mund-Beatmung.

Dann der Schock: „Für kurze Zeit war er ganz weg“, erzählt Burhan Tas. Doch die Ersthelfer geben nicht auf - sie reanimieren weiter. Mit Hilfe des Frühdefibrillators, der vor gut einem Jahr im TSV-Heim installiert worden ist, gelingt es den Aktiven, den 34-Jährigen wieder zurück ins Leben zu holen. „Er hat erbrochen und dann ist er langsam zu sich gekommen“, berichtet Tas.

Wenige Minuten später treffen der Rettungswagen aus Freising und der Notarzt aus Moosburg ein. Sie bringen den jungen Mann ins Krankenhaus, wo er auf der Intensivstation behandelt wird. Dem schnellen Eingreifen seiner Sportfreunde hat es der 34-Jährige zu verdanken, dass er die Herzattacke überlebt hat. Burhan Tas ist erleichtert: „Ich bin froh, dass er stabil ist.“

Für ihren schnellen und mutigen Einsatz zollt Gerhard Betz, Rettungsassistent, Defi-Ausbilder und Marktrat in Nandlstadt, den Fußballern großen Respekt und Anerkennung: „Hut ab vor den Ersthelfern, die super reagiert und vorbildlich gehandelt haben.“ Zudem ist er froh, dass er im September 2010 die Aktion „Herzsicheres Nandlstadt“ gestartet hat, dass mit Hilfe vieler Spenden drei Defibrillatoren im Marktbereich installiert werden konnten - und nun ein Leben gerettet wurde. „Natürlich ist es traurig, dass der Defi zum Einsatz kommen musste, aber es hat sich gelohnt“, so Betz. Denn nicht nur der erfahrene Rettungsassistent weiß: Hätten die Ersthelfer nicht so schnell reagiert und auch den Defi nicht zur Hilfe genommen, „hätte der Mann vermutlich nicht überlebt“.

Nun sind alle froh, „dass das alles so gut ausgegangen ist“, freut sich Burhan Tas.

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