Was vom Phänomen übrig blieb

So sieht der Kornkreis von Alling nun nicht mehr aus

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So sah der Kornkreis von Alling am Anfang aus.

Alling – Obwohl das Weizenfeld mit dem Kornkreis in Alling am Montag abgeerntet worden ist, pilgern noch Tage später Schaulustige zu dem Achtstern. Eine Gruppe Münchner hat etwas ganz besonderes entdeckt: Die Getreidehalme zeigen jetzt in eine bestimmte Richtung.

Manchen ist aufgefallen, dass die Halme Wachstumsknoten haben.

Die Münchner Gruppe betont, sie sei aus „rein wissenschaftlichem Interesse“ gekommen. „Wir interessieren uns für solche Phänomene.“ Ihnen ist aufgefallen, dass verschiedene Getreidehalme einen Wachstumsknoten haben und in eine bestimmte Richtung weisen. Das finden sie bemerkenswert. Zwei von ihnen bezeichnen sich als Künstler und Universalgenies, einer von ihnen sagt, er ist Optiker: „Schon aus diesem Grund interessiere ich mich für optische Phänomene.“ Die Ursache für die Entstehung des Kornkreises ist ihnen ein Rätsel – es gebe ja verschiedene Theorien. Nun wollen sie verschiedene Aspekte vor Ort überprüfen und die Atmosphäre wahrnehmen. Aber sie sagen: „Wir sind, was die Ursache angeht, offen.“ Von dem Kornkreis erfahren haben sie über das Internet- Netzwerk Facebook. Zum Andenken an den Besuch ihres ersten Kornkreises nehmen sie sich ein paar Weizenähren mit.

Kornkreis Alling: "Es gibt nichts, was es nicht gibt"

Und das ist vom Kornkreis in Alling übrig geblieben. Die Pilger stört das nicht.

Die betroffene Bäuerin dagegen interessiert der wirtschaftliche Aspekt. Sieerzählt, dass das Feld wegen des Besucheransturms zwar zusätzlich zu der Fläche, die durch den Kornkreis niedergedrückt wurde, gelitten habe. Doch: „Durch die Kasse die wir aufgestellt haben, glauben wir, dass der entstandene Schaden gedeckt ist.“ Die übrig gebliebenen Einnahmen will man für einen guten Zweck spenden.

Über Nacht durften die Schaulustigen nicht auf dem Feld bleiben, wie der Landwirt verfügte.

Während des Ansturms habe man aufgepasst, dass niemand in dem Feld übernachtet. Überwiegend seien vereinzelte Personen, keine Gruppen zum Feld gepilgert – und sie hätten sich friedlich verhalten. Durch Gespräche mit Besuchern hat die Landwirtsfamilie auch erfahren, dass die Leute viel in das Feld hinein interpretieren. „Es gibt eigentlich nichts, was es nicht gibt“, sagt die Bäuerin. Sie und ihr Mann aber glauben nach wie vor an bewusste Sachbeschädigung von Menschenhand. 

Angi Kiener

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