Krailling: So foppte Thomas S. die Mordkommission

München - Der Angeklagte im Krailling-Prozess schweigt zur Sache, macht aber durch sein Verhalten im Gefängnis von sich reden. Er hielt die Kriminaler nur zum Narren.

Das Gericht beschäftigt sich im Krailling-Prozess mit der Frage, ob Thomas S. (51) seine Nichten Sharon (†11) und Chiara (†8) ermordet hat. Der Angeklagte schweigt zur Sache – macht aber durch sein Verhalten in Stadelheim von sich reden.

Die Beamten der Mordkommission hatten damit gerechnet, dass S. sein Schweigen während des Ermittlungsverfahrens brechen würde. Schließlich ließ er die Ermittler ja extra zu sich rufen. Alle waren gespannt, was er zu sagen haben würde. Aber: „Er wollte nur wissen, wie der FC Bayern gespielt hat“, berichtete am Montag Kriminalhauptkommissar Paul Obereisenbuchner im Zeugenstand. Und eine Aussage zur Sache? Fehlanzeige!

Auf Wunsch des Verdächtigen kam Obereisenbuchner nach Stadelheim. Der Beamte erzählt: „Er kam polternd ins Vernehmungszimmer. Ich habe ihm gesagt, er soll sich erst einmal setzen.“ Was wollte Thomas S.? „Er beschwerte sich über meine Kollegen“, so der Kriminalbeamte. Diese hätten während einer Vernehmung Debreziner und Kekse verspeist – wodurch sich der Verdächtige „gefoltert“ fühlte.

Am Montag sollte der 15-jährige Sohn des Angeklagten als Zeuge aussagen. Er machte jedoch von seinem Schweigerecht Gebrauch.

ebu

Rubriklistenbild: © dpa

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