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Krailling-Mord: Jetzt spricht die Frau von Thomas S. im TV

München - Vor zwei Wochen ist Thomas S. im Prozess um den Mord an seinen beiden Nichten Chiara und Sharon für schuldig verurteilt worden. Jetzt spricht seine Ex-Frau erstmals im TV über die Tat. 

Ursula S. ist es wichtig, in der Öffentlichkeit aufzutreten. Die Frau, die 15 Jahre lang mit dem verurteilten Mörder ihrer Nichten Chiara und Sharon verheiratet war, will klar stellen, dass sie nichts mit dieser Tat zu tun hat. Deshalb - so erklärt sie zu Beginn der ARD-Sendung "Menschen bei Maischberger" - war sie sehr froh über das Urteil im Mordprozess. "Mir ist richtig ein Stein vom Herzen gefallen. Dass endlich die Öffentlichkeit sieht, dass meine Kinder und ich nichts damit zu tun haben."

Am Dienstagabend ist Ursula S. erstmals im Fernsehen zu sehen. Bei "Menschen bei Maischberger" erzählt die vierfache Mutter, wie sie die Zeit nach der Tat erlebt hat. Wie sie erst ihrem Mann ein Alibi gegeben hat und dann Tage später erkennen musste: Er hat ihre Nichten getötet.

Sie beschreibt Thomas S. als einen Mann, mit dem sie oft Streitigkeiten über die Erziehung ihrer gemeinsamen Kinder hatte. Thomas S. soll auch mal handgreiflich gegenüber den Kindern geworden sein. Aber dass er ein Mörder sein sollte, konnte Ursula S. nicht glauben. "Am Wochenende nach der Tat habe ich immer noch geglaubt, er kann es nicht gewesen sein."

Erst Tage später habe sie in Vernehmungen von der Polizei Details erfahren, die sie nachdenklich gemacht hätten. Schließlich hat Ursula S. sogar mit ihren Kindern darüber gesprochen, berichtet ihnen von den Polizeiermittlungen. Da wurde über eine Terpentinflasche, ein Messer und eine Hantelstange gesprochen. Die Kinder reagieren geschockt: "Mama, wir haben damit noch gespielt", sagen sie zu Ursula S. Die Mutter muss sich den Tatsachen stellen. Ihren Kindern gelingt es schneller. "Wir haben uns in den Armen gehalten und geweint. Er muss es zu 99 Prozent gewesen sein", sagt Ursula S. "Die Kinder wussten wahsinnig viel. Die Kinder wussten mehr als ich. Ich war mir mit Florian sicher, dass er es war."

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Das Motiv für die Tat von Thomas S. soll Habgier gewesen sein. Seine Ehefrau kann das nicht glauben. Zu brutal war die Tat. "Da ist so viel Hass dahinter", sagt sie im Interview mit Sandra Maischberger. "Ich kann es mir nicht vorstellen, dass er nur wegen des Geldes so brutal war."

Noch während Thomas S. in Untersuchungshaft sitzt, lässt sich Ursula S. im Schnellverfahren von ihm scheiden. Sie möchte nichts mehr mit ihm zu tun haben. Doch auch zu ihrer Schwester hat sie eigentlich keinen Kontakt. Im Interview mit Sandra Maischberger sieht man eine Frau, der es vor allem schwer fällt, über die Beziehung zu ihrer Schwester zu sprechen. Hat sie vor, mit ihr nochmal Kontakt aufzunehmen? "Da muss viel Gras über die Sache wachsen", sagt Ursula S. "Ich weiß, dass es meiner Schwester wahnsinnig schwer fällt." Ursula S. bleibt sprachlos.

lot

Rubriklistenbild: © ebu

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