Krailling-Morde: Ehefrau soll erneut aussagen

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Krailling-Morde: Die Ehefrau des Angeklagten soll noch einmal vor Gericht aussagen.

München - Im Prozess um den Mord an den Kraillinger Schwestern Chiara und Sharon will der Verteidiger des Angeklagten dessen Ehefrau noch einmal in den Zeugenstand holen.

Die Frau hatte bei ihrer Vernehmung vor dem Landgericht München Mitte Februar als Angehörige die Aussage verweigert, danach aber den wartenden Medien Interviews gegeben. Ein Ermittlungsrichter schilderte am Montag vor Gericht, wie die 45-Jährige in der Vernehmung ihrer früheren Aussage bei der Polizei widersprach und damit das Alibi für ihren Mann zurücknahm.

Der Polizei hatte sie gesagt, sie sei am Morgen nach der Mordnacht - wie immer - neben ihrem Mann aufgewacht, als um 5.45 Uhr der Wecker klingelte. Dem Ermittlungsrichter sagte sie hingegen wenige Tage später, sie sei aufgewacht, weil ihr Mann angerufen habe. Der Postbote habe ihr gesagt, er sei schon zur Arbeit gefahren. „Sie war aufgeregt, sie war fahrig“, berichtete der Ermittler.

Bilder: Mordprozess von Krailling

Bereits am frühen Dienstagmorgen beziehen die Medien-Teams Stellung vor dem Landgericht München II. © dpa
Drinnen schirmen Sichtblenden... © dpa
... den Sitzungssaal A 101 vor neugierigen Blicken ab. © dpa
Schon vor Prozessbeginn stehen die Besucher Schlange... © dpa
um in den Gerichtssall zu kommen. © dpa
Zuvor müssen sie allerdings an der strengen Sicherheitskontrolle vorbei. © Unfried
Vorsitzender Richter im Prozess gegen Thomas S. ... © dapd
... ist Ralph Alt. © Unfried
Die Staatsanwaltschaft vertritt Florian Gliwitzky. © dapd
Die Verteidigung von Thomas S. ... © dpa
... hat Anwalt Adam Ahmed übernommen. © dapd

Einen Antrag von Verteidiger Adam Ahmed, diese Vernehmung nicht zu verwerten, weil sein Mandat nicht durch einen Anwalt dabei vertreten war und keine Fragen stellen konnte, wies das Gericht zurück.

Der angeklagte Familienvater soll laut Staatsanwaltschaft in der Nacht zum 24. März 2011 die achtjährige Chiara und ihre elfjährige Schwester Sharon in deren Wohnung ermordet haben. Die Ermittler glauben, dass der 51-Jährige auch die Mutter der Mädchen umbringen wollte, um einen Erbstreit zugunsten seiner ahnungslosen Frau zu entscheiden. Seine Familie hatte sich laut Anklage vor allem durch einen Hausbau verschuldet. Der Angeklagte bestreitet die Tat.

dpa

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