Krailling: Thomas S. bestreitet die Tat

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Mitarbeiter eines Bestattungsunternehmens tragen in Krailling ein totes Kind auf einer Bahre aus einem Wohnhaus. Der 50 Jahre alte Onkel der beiden ermordeten Schwestern, selbst Vater von vier Kindern, sitzt seit April wegen Tatverdachts in Untersuchungshaft.

Krailling - Thomas S., der verdächtigt wird, seine beiden Nichten Sharon und Chiara ermordet zu haben, hat noch kein Geständnis abgelegt. Die Soko geht allerdings weiter davon aus, dass der Onkel der beiden Mädchen dringend tatverdächtig ist. 

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Nach Angaben der Polizei wurde Thomas S. nicht mehr erneut vernommen. Die Ehefrau des Tatverdächtigen wurde bereits mehrfach vernommen. Gegen sie besteht kein Tatverdacht. Bisher ergaben sich keine konkreten Anhaltspunkte für einen Mittäter. Die Abarbeitung des Tatortes ist weitgehend abgeschlossen. Die zeitintensive Auswertung des umfangreichen gesicherten Spurenmaterials vom Tatort dauert weiterhin an.

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Die bisherigen Ermittlungen untermauerten aus Sicht der Soko Margarete den bisherigen Tatverdacht. Nach jetzigem Ermittlungsstand ist davon auszugehen, dass das vermeintliche Tatmesser aus der Tatortwohnung stammt. Eine dritte Tatwaffe, wie in Zeitungsberichten genannt, wird nicht gesucht. Zum Inhalt der einzelnen Vernehmungen sowie zur konkreten Spurenlage können weiterhin aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben gemacht werden. Bisher wurden 94 Vergleichspeichelproben erhoben, über 130 Vernehmungen durchgeführt und 167 Hinweise erfasst. Die Ermittlungen der Soko Margarete dauern an.

Thomas S. war festgenommen worden, nachdem Blut von ihm und damit seine DNA am Tatort gefunden worden war. Nach Angaben des Anwalts Karl Peter Lachniet hatte der Onkel bei einem Besuch in der Wohnung der Mädchen vor etwa zwei Wochen Nasenbluten. Daher soll seinen Angaben zufolge das verwischte Blut auf dem Lichtschalter stammen. Der Bayerische Rundfunk hingegen berichtete unter Berufung auf die Ermittler, die Blutspur sei frisch gewesen. Vermutet wird, dass der Mann im Gerangel mit den Mädchen selbst leicht verletzt wurde. Die Münchner Polizei wollte sich nicht zur Frische der Blutspur äußern.

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