Kraillinger Doppelmord: Tausende Blutspuren

München - Tausende von Blutspuren haben die Ermittler nach dem Mord an den beiden Schwestern Chiara und Sharon in der Wohnung in Krailling gefunden.

Im Prozess um den schrecklichen Doppelmord an Sharon (†11) und Chiara (†8) sieht es für den Angeklagten Thomas S. (51) schlecht aus. Die Auswertung der Blutspuren in der Tatwohnung in Krailling lassen nur einen Schluss zu: Seine Blutspritzer stehen im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Verbrechen!

Mehr als 1.000 Blutspuren, zusammengefasst in 33 Gruppen, hat Jiri Adamec vom Institut für Rechtsmedizin am Tatort dokumentiert. Sein Vortrag vor dem Landgericht München II lässt eine Rekonstruktion das Tatgeschehens am 24. März 2011 zu. Besonders interessant ist Spur 12: Ein fast waagrechter Blutspitzer an der Wand neben dem Kinderzimmer stammt von Thomas S.!

Für diese Spur gibt es nach Ansicht von Staatsanwalt Florian Gliwitzky nur eine Erklärung: Sharon hatte sich verzweifelt gegen ihren Mörder gewehrt. Dabei fügte sie ihrem Onkel offenbar am linken Nasenflügel eine blutende Wunde zu. Der Angeklagte hatte gegenüber der Polizei behauptet, das Blut sei schon Wochen alt. Er habe in der Wohnung seiner Schwägerin mal Nasenbluten gehabt. Nach Ansicht der Ermittler eine Lüge: Bei Nasenbluten spritze man nicht die Wände voll.

Es kommt noch schlimmer für S.: An mehreren Stellen hat sich das Blut der Opfer mit seinem vermischt. Der Staatsanwalt: „Von der Gesamtspurenlage ist klar, dass nur er der Täter sein kann.“ Der Prozess wird am 15. Februar fortgesetzt.

ebu

Rubriklistenbild: © dpa

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