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Maria (3) leidet an Leukämie – Ihre Familie braucht Geld für Klinik-Fahrten und Behandlung

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Von: Dominik Stallein

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Die Aktion Leser helfen helfen unterstützt seit vielen Jahren Menschen in Not.
Die Aktion Leser helfen helfen unterstützt seit vielen Jahren Menschen in Not. Dieses Jahr auch eine Familie, deren Tochter an Leukämie leidet © tk-Archiv

Leser helfen Lesern: Die kleine Maria (3) aus Wolfratshausen hat Blutkrebs. Unsere Spendenaktion unterstützt die Familie.

Wolfratshausen – Wenn Maria auf dem Teppich im Wohnzimmer Bauernhof spielt, „Tiger“ sagt und grinsend eine Löwen-Figur präsentiert, dann könnte man fast vergessen, dass die Dreijährigen eine Stunde zuvor in der Klinik war. Nur ihr kahler Kopf deutet darauf hin, dass Maria krank ist. Schwer krank. Vor einigen Monaten wurde bei dem Mädchen Leukämie diagnostiziert. Seither verbringt die sonst so lebensfrohe Wolfratshauserin mehr Zeit in der Kinderklinik als mit ihrem Bauernhof im Wohnzimmer.

Maria (3) leidet an Leukämie - Ihre Familie braucht Geld für Klinik-Fahrten und Behandlung

Im Spätsommer ging Marias Mutter Nikola Steier (alle Namen von der Redaktion geändert) mit ihr zum Arzt. Ihr waren kleine, rote Punkte unter dem Auge des Mädchens aufgefallen. Steier waren die unscheinbaren Flecken nicht geheuer. Vielleicht war es mütterlicher Instinkt. Die Pünktchen waren erste Vorboten der Schreckens-Nachricht. Maria kämpft gegen eine Krankheit, die sie mit ihren drei Jahren nicht verstehen kann.

Wolfratshausen: Kortison und Chemotherapie - Dreijährige leidet an Leukämie

Die Behandlung startete schnell, Maria erhielt am Anfang Kortison. Das Medikament veränderte das Mädchen. „Sie war nicht mehr die Kleine, die ich kenne“, sagt ihr Vater Sebastian Steier. Sie war launisch, ließ sich nicht einmal von ihren Bauernhof-Figuren begeistern. Maria litt merklich. Das Kortison braucht sie aktuell nicht. Inzwischen läuft eine Chemotherapie, die sie besser verträgt.

Beim Besuch unserer Zeitung wirkt Maria fast fidel. Sie hat einen ziemlich guten Tag. An solchen tobt sie durch das Wohnzimmer, hält ein Stoff-Schwein in der Hand, streckt Gästen die Zunge raus und lacht, wenn die dasselbe machen. An schlechten Tagen verlässt sie die Couch nicht, starrt in einen Bildschirm, ist träge und mürrisch. An besonders schlechten kommt das Notfallkit zum Einsatz, das ihre Eltern zusammengepackt haben. Darin ist Kleidung für ein paar Tage. Sie brauchen den Rucksack häufig.

Viele Fahrten in die Klinik: Die Situation ihrer kranken Tochter kostet die Familien viel Geld

Hat Maria eine Viruserkrankung, muss sie in die Klinik. Hat Maria Fieber, muss sie in die Klinik. Maria hat oft Fieber. Es ist eine Nebenwirkung der Bestrahlungstherapie. Eine, deren Verlauf von den Ärzten überwacht werden muss. „Sie kommt am Montag nach Hause, und direkt am Dienstag müssen wir sie manchmal wieder in die Klinik fahren, wo sie tagelang bleibt“, beschreibt ihr Vater die Situation. Zuletzt war sie fast eine Woche lang nicht zu Hause. Ihre Mutter begleitet sie dann, bleibt an ihrer Seite. Arbeiten kann Nikola Steier seit der Diagnose nicht mehr. Zu wechselhaft ist der Gesundheitszustand ihrer Tochter und zu oft muss die Familie neben den regulären Behandlungsterminen nach München fahren.

Junges Mädchen aus Wolfratshausen schwer erkrankt - sie muss oft in die Kinderklinik

Die Situation hat ein tiefes Loch in die Familienkasse gebrannt. „Wir kommen gerade so aus“, sagt Sebastian Steier. Heuer hat er seine Techniker-Ausbildung abgeschlossen, das Gehalt reicht zum Leben, aber vom Verdienst bleibt am Monatsende nichts übrig. Als kürzlich die Autobatterie schlapp machte, wusste der Familienvater nicht, wie er die neue bezahlen soll. „Es darf nichts passieren, mehr als das Nötigste geht einfach nicht.“. Ein paar hundert Euro hat er inzwischen in Parkuhren rund um die Klinik gesteckt. Noch mehr Geld hat er an Tankstellen ausgegeben, die vielen Fahrten zum Krankenhaus und zurück fressen zu viel Sprit. Für einige Medikamente bezahlt die Familie einen Eigenanteil.

Diagnose Leukämie: Marias Heilungschancen stehen gut - doch der Weg dorthin ist lang

Die Form der Leukämie, die bei Maria diagnostiziert wurde, ist behandelbar, die Heilungschancen stehen gut. Die Therapie wurde auf insgesamt zwei Jahre angesetzt. Die intensivste Phase der Chemotherapie kann noch einige Monate dauern. Wann Nikola Steier wieder arbeiten kann, ist völlig unsicher. Priorität hat Maria und ihre Gesundheit.

Gerne würde die Familie ihre Tochter und sich selbst auf andere, unbeschwerte Gedanken bringen. Doch große Ausflüge, Besuche bei Freundinnen, oder ein normaler Alltag sind aktuell nicht denkbar. „Wir sind entweder daheim oder in der Klinik“, sagt Nikola Steier. Zu groß ist das Risiko, dass sich einer der drei einen Virus einfängt oder Maria von der gut gemeinten Ablenkung so erledigt ist, dass Mama und Papa danach das Notfallkit zücken müssen. Geld für einen Familienausflug wäre sowieso gerade nicht da.

Heiligabend: Leukämiekranke kann den Abend mit ihrer Familie verbringen - außer, sie kriegt Fieber

Zumindest an Heiligabend möchte es sich die Familie endlich wieder einmal schön machen. Nikola Steier möchte backen. Maria hat an diesem Tag keine Behandlungstermine. Bekommt sie nicht erneut Fieber, muss sie erst wieder zum Jahreswechsel in die Klinik. Dann beginnt eine neue Einheit der Chemotherapie. Wenn sie die Behandlung gut verträgt, setzt sie sich zwischen den Therapie-Terminen mit ihrer Mutter ins Spielzimmer der Einrichtung. Da gibt es auch Spielfiguren – sogar Tiger haben sie.

Spendenkonto für „Leser helfen helfen“

Raiffeisenbank im Oberland
DE29 7016 9598 0000 1010 10

Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen
DE34 7005 4306 0054 0054 00

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