Typisierungsaktion am 26. Juli in Aschheim

Blutkrebs! Rinah (12) aus Aschheim braucht Ihre Hilfe

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Rinah braucht Hilfe. Jeder kann einen Beitrag leisten.

Aschheim – Rinah aus Aschheim hat Blutkrebs. Am Sonntag, 26. Juli, kann jeder dem zwölfjährigen Mädchen helfen.

Das Leben der zwölfjährigen Rinah aus Aschheim hat sich von einer Sekunde auf die andere geändert: Wegen Verdacht einer Blinddarmentzündung kam sie ins Krankenhaus – mit der Diagnose Blutkrebs verließ sie es wieder. Das Mädchen braucht jetzt dringend eine Stammzellenspende, um überleben zu können. Daher startet die Familie zusammen mit Schauspieler Götz Otto an diesem Sonntag, 26. Juli, von zehn bis 15 Uhr eine große Hilfsaktion im Feststadl in Aschheim (Eichendorffstraße 10). Ziel: mehr als 1000 Menschen typisieren! 110 Helfer haben bereits zugesagt, den möglichen Lebensrettern steht eine Reihe von Ärzten zur Verfügung. Gesucht werden mögliche Spender zwischen 17 und 55 mit mindestens 50 Kilogramm Gewicht. Der Sonntag könnte der Tag sein, der Rinahs Leben rettet.

… und Katharina weiß, wie es geht

Als Katharina Maier den Brief öffnete, dachte sie sich nichts Besonderes. Absender: die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) gemeinnützige Gesellschaft GmbH in Tübingen. Vielleicht eine Info-Post, schließlich hatte sich die Poingerin zwei Jahre zuvor typisieren und in die Datei aufnehmen lassen. Als sie den Brief las, „bin ich nervös geworden“, erzählt die 28-jährige Studentin der Sozialarbeit heute. Es war im Januar 2012, als sie erfuhr, dass ihre Gewebemerkmale übereinstimmen mit denen einer 45-jährigen Frau in Norwegen, die an Blutkrebs erkrankt war. Ihre einzige Rettung: eine Stammzellenspende.

Katharina Maier hat geholfen.

Laut DKMS reicht die Wahrscheinlichkeit, dass die Gewebemerkmale zweier Menschen übereinstimmen, von 1:20 000 bis 1 zu mehreren Millionen. Nur ein so genannter „genetischer Zwilling“ kommt für eine Spende in Frage. Alle 16 Minuten erhält in Deutschland ein Mensch die Diagnose Leukämie (Blutkrebs), informiert die DKMS. Besonders betroffen: Kinder und Jugendliche – wie die zwölfjährige Rinah aus Kirchheim (siehe oben). Einem Teil der Patienten kann man durch eine Chemo- und/oder Strahlentherapie helfen, für viele ist aber die Übertragung von Stammzellen die einzige Hoffnung auf Leben.

Zwei Möglichkeiten der Spende gibt es: die periphere Stammzell-Entnahme, die ähnlich einer Blutspende und ohne operativen Eingriff verläuft, oder die schnellere Knochenmark-Entnahme aus dem Beckenkamm. „Bereits im März 2012, zwei Monate nach dem ersten Brief, war OP-Termin in Nürnberg. Sämtliche Kosten hat die DKMS übernommen.

Unter Vollnarkose wurde ihr etwa ein Liter Knochenmark entfernt. Dieses wurde sofort per Kurier nach Norwegen gebracht. Nach der OP war Katharina für eine Woche krankgeschrieben – das war’s. Keine Schmerzen, keine Folgeschäden. Nur über die DKMS weiß die junge Frau, dass der Körper der Norwegerin ihre Stammzellen angenommen hat und die Frau heute gesund ist.

Armin Rösl

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