Perverse Details über Opfer

Kreissägen-Mord: Angeklagte sollte angeblich Kind besorgen

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Die Angeklagte : wegen eines brutalen Mordes vor Gericht.

Die mutmaßliche Mörderin Gabriele P. (32) erhebt offenbar schwere Vorwürfe gegen ihren früheren Freund Sebastian H. (27). Sie hätte für ihn furchtbare Dinge tun sollen.

München– Er soll dominant, bestimmend und sexuell fordernd gewesen sein, hieß es bereits. Doch mehr noch: An jenem Abend im Dezember 2008, als Gabriele P. ihren Liebhaber mit einer Handkreissäge zerstückelt habe, soll er etwas Unglaubliches von ihr gefordert haben: Sie solle ihm ein kleines Mädchen besorgen, das er im Keller einsperren wolle. Das berichtete der Vorsitzende Michael Höhne aus der Aussage der Angeklagten, die zu Prozessbeginn unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden hatte.

Gabriele P. soll Sebastian H. (er wird auch Alex H. genannt) während eines vermeintlichen Sado-Maso-Liebesspiels zersägt und später mit ihrem neuen Freund Christian K. im Garten verscharrt haben. Nach und nach gelangen im Mord-Prozess immer mehr Informationen an die Öffentlichkeit. Das liegt daran, dass die Richter den Zeugen Aussagen von P. vorhalten müssen, um Näheres zu erfahren.

Frühere Mitbewohnerinnen in P.s Studenten-WG in Haar (Landkreis München) gaben einen Einblick in das Leben in dem Hippie-Haus, das Gabriele P. in einer Mietanzeige als „Villa Kunterbunt“ beschrieben hatte. Laut Viktoria F. (30), die sowohl mit Gabriele P. als auch mit Sebastian H. eine intime Beziehung führte, war P. „nicht wirklich glücklich in der Beziehung“. H. habe immer „Sex mit anderen“ sowie „Hardcore-Sex“ haben wollen. Es habe auch viele Streitereien gegeben. Dann sei der damals 27-Jährige oft ausgerastet und habe Sachen von P. demoliert – so habe er deren Personalausweis zerschnitten, als er sauer war.

Laut Richter hat die Angeklagte auch berichtet, dass sie am Schluss alles gemacht habe, was H. wollte – „Hauptsache, er gibt Ruhe“. „Das Bild würde schon passen“, bestätigte Viktoria F., „aber er hat sich anders verhalten, wenn ich da war.“ Bei F. habe er sich nicht so viel erlaubt wie bei P. Dennoch trennte sich Viktoria F., weil ihr Sebastian H. nicht gutgetan habe. Sie habe später von der Angeklagten gehört, dass er „abgehaut“ sei. Die Freundin sei „nicht traurig“ gewesen. „Sie war entspannter als vorher.“

Eine andere Mitbewohnerin schilderte, dass sie sich in der WG nicht wohlgefühlt habe. „Gabi und ihr Freund sind unheimlich dreckig und laut gewesen.“ Nach den Weihnachtsferien 2008/2009 sei er plötzlich weg gewesen. Auf Nachfrage habe P. gesagt, sie hätten sich getrennt. Der Prozess dauert an. 

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