Nur noch wegen Diebstahls

Mordprozess um Kreuther Millionären Betty B.: Angeklagte freigesprochen

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Betty B. starb im März 2016.

Im sogenannten „Betty“-Prozess ist das Urteil gefallen. Die 53-jährige Angeklagte muss für sechs Jahre in Haft. Von der Mordanklage wurde sie allerdings freigesproche.

Kreuth - Im Prozess um den Tod der 95-jährigen Barbara „Betty“ B. aus Kreuth ist deren langjährige Gesellschafterin (53)  vom Vorwurf des Mordes freigesprochen worden. Die Strafkammer am Landgericht München II verurteilte sie am Dienstag zu einer Haftstrafe von sechs Jahren - allerdings wegen Diebstahls.

Der Vorsitzende Richter sah es als erwiesen an, dass die Büromanagerin mit Hilfe von drei Männern die Villa der ehemaligen Antiquitätenhändlerin Anfang des Jahres 2016 ausgeräumt hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte der 53-Jährigen zudem vorgeworfen, die 95-Jährige danach mit einem Kissen erstickt zu haben, um die Diebstähle in Millionenhöhe zu vertuschen.

Die Anklagebehörde hatte lebenslange Haft wegen Mordes gefordert. Die Strafkammer argumentierte dagegen, dass es keinen eindeutigen rechtsmedizinischen Beweis dafür gebe, dass die alte Dame erstickt worden sei. Auch ein natürlicher Tod komme infrage.

dpa

Der Fall Betty B. hält das Tegernseer Tal seit Jahren in Atem. Lesen Sie hier die ganze Vorgeschichte - von den ersten Ermittlungen, über die Exhumierung bis zur Mordanklage.

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