„Tatort“-Star schwer verunglückt - Motorrad kollidiert mit Kleintransporter

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Sie sprang aus dem Taxi

Mysteriös verstorbene Sina (17) beigesetzt - so emotional verabschiedeten sich Freunde und Familie

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Die mit gerade einmal 17 Jahren tödlich verunglückte Sina wurde dem Familiengrab in Kreuth beigesetzt.

Sina M. aus Kreuth stirbt in einem Bachbett, wenige hundert Meter vor ihrem Elternhaus. Jetzt wurde Sina beigesetzt - doch die Umstände zu ihrem Tod bleiben nebulös. 

  • In der Nacht auf Sonntag gegen 2 Uhr springt die 17-jährige Sina M. aus Kreuth 50 Meter vor ihrem Wohnort aus dem Taxi und verschwindet in der Nacht.
  • Sie besuchte zuvor mit Freundinnen das Waldfest in Rottach-Egern. Sie teilten sich auch gemeinsam das Taxi.
  • Eine sofortige Suche durch Angehörige und Freunde verläuft erfolglos.
  • Die Polizei sucht ab dem frühen Morgen mit einem Großaufgebot auf Hochtouren nach der Vermissten. Auch ein Polizeihubschrauber ist im Einsatz.
  • Sina M. wird gegen 11:40 Uhr, einige hundert Meter von ihrer Wohnanschrift entfernt, tot in einem Bachbett aufgefunden.
  • Die Kripo geht von einem Unfall aus.
  • Laut Obduktion starb Sina M. durch Ertrinken.
  • Ganz Kreuth steht unter Schock.
  • Parallel startet das Waldfest Ostin mit bewährtem Sicherheitskonzept.

Update vom 13. August, 18.37 Uhr: Mehr als 200 Freunde und Angehörige verabschiedeten sich in der Kreuther Pfarrkirche von der vor anderthalb Wochen nach einem Besuch des Rottacher Waldfestes in einem Bach ertrunkenen Sina. Statt in Schwarz erschienen die Gäste in bunten Farben und zelebrierten „ein Fest des Lebens“, wie Monsignore Walter Waldschütz sagte. Zwei Tage nach dem Unfalltod hätte Sina ihren 18. Geburtstag gefeiert. In den Fürbitten wünschten ihre Freundinnen ihr, dass sie „auf der anderen Seite des Regenbogens eine Fetzngaudi“ haben möge.

Sinas Eltern wählten derweil für das Sterbebild den Spruch aus aus. „Als Gott seine Englein zähl­te, bemerkte er, dass eines fehlte“. In der Trauer­anzeige ist laut Bild.de von einem tragischen Unfall die Rede. Die Polizei ermittelt indes weiter, wie Sina nach dem Besuch des Waldfestes in Rottach-Egern zu Tode kom­men konnte.

Lesen Sie auch: Mysteriöser Todesfall in Viechtach: 23-Jähriger stürzt auf Straße - und ist tot

Update vom 5. August, 16.55 Uhr: Lesen Sie im folgenden unseren Hintergrundbericht zum Tod von Sina M..

Waldfest-Drama im Tegernseer Tal: Wie ist Sina M. gestorben? 

Am Sonntag um 2 Uhr morgens verlässt Sina M. (17) fluchtartig das Taxi, während ihre Freundinnen noch die Rechnung begleichen – und verschwindet in der Dunkelheit. 

Etwa zehn Stunden später wird sie von einem Spaziergänger tot in einem Bachbett, etwa 400 Meter von ihrem Elternhaus entfernt, gefunden. Die großangelegte Vermisstensuche wird abgeblasen.

Drama um Sina M.: Kripo geht schnell von tragischem Unfall aus

Der Kriminaldauerdienst Rosenheim rückt an, später übernimmt die Kripo Miesbach. Parallel betreuen Seelsorger und ein KID-Team Angehörige, Freunde und Helfer.

Immer wieder kreisen Gespräche und Gedanken um ein und dieselbe Frage: Warum musste Sina M. in dieser Nacht sterben? Aufgrund von Zeugenaussagen, aber vor allem wegen der Spurenlage am Fundort, geht die Kripo von einem tragischen Unfallgeschehen aus, sagt Polizeisprecherin Carolin Hohensinn auf Nachfrage. 

Die letzten Minuten im Leben von Sina M. lassen sich demnach so rekonstruieren: Das Taxi stoppt etwa 50 Meter vor ihrem Elternhaus in Kreuth-Scharling. Sina M. reißt die Tür auf und stürzt in die Nacht. Sie läuft über eine angrenzende Wiese, legt einige hundert Meter so zurück – bis sie in der Dunkelheit in den Graben eines Baches fällt, der sich durch die Wiese zieht. Dort schlägt sie hart mit dem Kopf auf, wird bewusstlos und ertrinkt. 

Denn das ist laut vorläufigem Obduktionsergebnis von Montagnachmittag die Todesursache: Tod durch Ertrinken. Also ein Unfall? Wenngleich einer, der in seiner Unwahrscheinlichkeit und Tragik kaum zu überbieten ist. Aber eben „nur“ ein Unfall? 

Freundinnen packen Sina in Rottach-Egern ins Taxi - Ihr Verhalten wirkt komisch

Aus dem Bekanntenkreis von Sina M. erreicht unsere Redaktion eine andere, unheimlichere Theorie. Sina soll sich komisch benommen haben – und das schon auf dem Waldfest in Rottach-Egern, das sie mit einigen Freundinnen besuchte. Aufgedreht, ängstlich, verwirrt. 

Das Verhalten erschien den Freundinnen so beunruhigend, dass sie Sina ins Taxi packten und nach Hause brachten, obwohl diese eigentlich noch im Moschner, die berühmt-berüchtigte Partylocation im Tegernseer Tal, weiterfeiern wollte.

Video: Vermisste 17-Jährige nach Waldfest tot aufgefunden

Schrecklicher Verdacht: Hat jemand Sina M. unter Drogen gesetzt?

Als das Taxi dann hielt und Sinas Freundinnen bezahlen wollten, wurden sie völlig von dem Sprung aus dem Taxi und ihrer Flucht in die Dunkelheit überrascht. 

Deshalb der Verdacht: Sina M. bekam etwas in ihren Drink gekippt. Eine Droge, ein Betäubungsmittel, irgendetwas, das sie so verrückt werden ließ.

Ein Erklärungsversuch von Trauernden? Oder konkretes Verdachtsmoment? Warum sich Sina M., eine lebensfrohe und aufgeräumte 17-Jährige mit ihrem Abiturzeugnis in der Tasche, an diesem Abend so anders verhalten hat, kann vielleicht nie ganz aufgeklärt werden. 

„Der Kripo liegen diesbezüglich keinerlei Hinweise vor“, sagt jedenfalls Sprecherin Hohensinn auf Nachfrage zu dem Drogenverdacht. 

Sina M. aus Kreuth am Tegernsee wäre am Dienstag 18 Jahre alt geworden

Die abschließenden Obduktionsergebnisse stehen allerdings noch aus. Bis die vorliegen, dauern die Ermittlungen an. Auch am Dienstag, an dem Sina M. 18 Jahre alt geworden wäre.

Update vom 5. August, 15.59 Uhr: Nach dem Auffinden einer verstorbenen 17-jährigen Frau in einem Bachbett bei Kreuth im Landkreis Miesbach wurde heute im Institut für Rechtsmedizin in München eine Obduktion durchgeführt. 

Sina M. stirbt nach Waldfest auf Heimweg in Kreuth: Todesursache geklärt

Das vorläufige Ergebnis dieser Obduktion deutet auf einen Tod durch Ertrinken infolge eines Sturzgeschehens hin. 

Hinweise auf Fremdeinwirkung liegen nicht vor. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Miesbach dauern an.

Update vom 5. August, 12.51 Uhr: Die Obduktion startet in Kürze. Wie schnell diese die erhoffte Klarheit liefern kann, ist unklar. Während sich überregionale Medien mit Spekulationen überschlagen und auch im Tal die verschiedensten Theorien kursieren, herrscht in Kreuth vor allem große Trauer um den Tod von Sina M..

Trauer um Sina M.: Lebensfrohe Abiturientin, die sich auf den Sommer am Tegernsee freute

Bekannte beschreiben Sina M. als lebensfrohes Mädchen, erst heuer hatte sie an der Fachoberschule (FOS) in Bad Tölz ihr Abitur abgelegt, wollte jetzt den Sommer am Tegernsee genießen. 

Waldfest-Besuche gehörten da wie selbstverständlich dazu. Sogar an einer eigenen Feierhymne („Mia san vom Tegernsee“) hatte die 17-Jährige gemeinsam mit Freundinnen mitgewirkt. 

Sina (17) nach Waldfest in Rottach bei Kreuth-Scharling tot aufgefunden

Der Fundort in Kreuth-Scharling. © TH OMAS PLETTENBERG
Der Fundort in Kreuth-Scharling. © THOMAS PLETTENBERG
 © THOMAS PLETTENBERG
Einsatzfahrzeuge in Kreuth in der Nähe des Fundortes. © THOMAS PLETTENBERG
Einsatzfahrzeuge am Rathaus in Kreuth. © THOMAS PLETTENBERG
Ort der Tragödie: Scharling, ein Ortsteil der Gemeinde Kreuth. © THOMAS PLETTENBERG
Der Fundort in Kreuth-Scharling. © THOMAS PLETTENBERG
Der Fundort in Kreuth-Scharling. © THOMAS PLETTENBERG
Der Fundort in Kreuth-Scharling. © THOMAS PLETTENBERG
Der Fundort in Kreuth-Scharling. © THOMAS PLETTENBERG
 © THOMAS PLETTENBERG

Update vom 5. August, 11.11 Uhr: Während die Ermittlungen zur Todesursache weitergehen (siehe Update von 9.13 Uhr), werden Angehörige (siehe Updates weiter unten) aber auch Retter psychologisch betreut. 

Auch für die Einsatzkräfte war die gestrige Vermisstensuche mit ihrem tragischen Ausgang nur schwer zu verkraften. Die Feuerwehr Kreuth mit ihrem Kommandanten Thomas Wolf koordinierte die groß angelegte Suchaktion vom Gerätehaus in Scharling aus. 

Neben der Polizei waren den ganzen Vormittag über auch das BRK, eine Rettungshundestaffel und ein Polizeihubschrauber im Einsatz. „Wir haben alle Möglichkeiten ausgeschöpft“, sagt Wolf. Nachdem das Mädchen tot aufgefunden worden war, wurden auch die Einsatzkräfte von Feuerwehr-Notfallseelsorger Richard Siebler betreut. 

„Tief bestürzt“ zeigte sich gestern auch der Vorsitzende des Skiclubs Rottach-Egern, Albert Meier, nachdem er von dem Unglück auf dem Nachhauseweg vom vereinseigenen Waldfest erfahren hatte. „Unser tiefstes Beileid ist bei den Angehörigen.“

Update vom 5. August, 9.13 Uhr: Soeben kann die Pressestelle des Polizeipräsidiums Rosenheim auf Nachfrage weitere Details zum Ermittlungsstand nennen. 

„Nach ersten Ermittlungen scheint ein Unfallgeschehen sehr wahrscheinlich zu sein“, sagt Sprecher Stefan Sonntag. Dennoch könne man im Moment nichts ausschließen. „Wir ermitteln in alle Richtungen.“

Tragischer Tod von Sina M. aus Kreuth: Obduktion am Montagnachmittag

Die Ermittlungen laufen auch am Montag auf Hochtouren weiter. Für 13 Uhr ist eine Obduktion angesetzt. Von ihr erhoffen sich Ermittler und Staatsanwaltschaft weitere Klarheit in der großen Frage: Ist Sina M. gestürzt? Eventuell gibt es schon am Montagabend erste Ergebnisse.

Traurige Gewissheit: Vermisste Sina M. (17) aus Kreuth ist tot - Kripo nennt Details

Update vom 4. August, 21.45 Uhr: Ganz Kreuth befindet sich seit heute Mittag in Schockstarre, nachdem traurige Gewissheit über das Schicksal der 17-Jährigen herrschte. 

Nachricht über Unglück verbereitet sich wie Lauffeuer auf Waldfest

Auch auf dem Waldfest am Leonhardstoanahof waren die traurigen Geschehnisse Thema – das Unglück sprach sich wie ein Lauffeuer herum. 

Diakon Alois Winderl kümmerte sich gemeinsam mit einem Kriseninterventionsteam um die vielen Freunde von Sina M., die sich im Feuerwehrhaus in Kreuth versammelten. Eine schwere Bürde – noch am Vormittag hatte Winderl dem Alt-Schlierseer-Kirchtag beigewohnt. 

Nach Tod von Sina M.: Freunde werden von Seelsorger betreut

Bis in die Nachmittagsstunden hinein spendete er den jungen Menschen Trost. „Sie sind in guter Begleitung“, erklärte er. 

Update vom 4. August, 17.14 Uhr: Ein Ort steht unter Schock. „Ich bin schockiert, mein ganzes Mitgefühl gehört den Eltern“, sagt Kreuths Bürgermeister Josef Bierschneider. Der Rathaus-Chef weilt derzeit im Urlaub in Italien und erfuhr dort von dem tragischen Unglück in seiner Gemeinde. 

Am Samstagabend hatte sich Sina M. gemeinsam mit ihrer Clique zum Waldfest des Skiclubs in Rottach-Egern aufgemacht. Gegen 2 Uhr am Sonntagmorgen stieg die 17-Jährige gemeinsam mit Freundinnen ins Taxi, verließ den Wagen plötzlich kurz vor ihrer Wohnanschrift, tauchte aber niemals zuhause auf.

Update vom 4. August, 15.08 Uhr: Auf Nachfrage erklärte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums in Rosenheim, dass es derzeit "keine Anhaltspunkte für ein Gewaltverbrechen" gibt. Eine endgültige Aussage könne aber erst nach Abschluss der Ermittlungen gemacht werden. 

Ein aktuelles Foto vom Unglücksort in Kreuth-Scharling.

Tod nach Waldfest: Kripo nimmt Ermittlungen auf

Erst dann sei klar, ob es sich um ein Sturzgeschehen handelt oder ob das Mädchen möglicherweise doch vorsätzlich zu Fall gebracht wurde. Im Moment gebe es dafür keine Hinweise. Ob das Mädchen obduziert wird, muss in Absprache mit der Staatsanwaltschaft geklärt werden.

Vermisste Sina M. (17): Polizei suchte mit Hubschrauber und Reiterstaffel

Zuvor starteten die Beamten der Polizeiinspektion Bad Wiessee eine große Suchaktion am Sonntagmorgen, auch unter Einbeziehung des Polizeihubschraubers sowie der Reitergruppe der Operativen Ergänzungsdienste Rosenheim. 

Unterstützt wurden die Beamten von der Rettungshundestaffel und Feuerwehren aus der Region. Gegen 11:40 Uhr wurde die junge Frau schließlich einige hundert Meter von ihrer Wohnanschrift entfernt tot in einem Bachbett aufgefunden. 

Zur Klärung der Todesumstände übernahm der Kriminaldauerdienst der Kripo Rosenheim die ersten Ermittlungen. Die Angehörigen werden vom Kriseninterventionsteam des Bayerischen Roten Kreuzes betreut.

Traurige Gewissheit: Sina M. tot aufgefunden

Update vom 4. August, 13.55 Uhr: Inzwischen ist es traurige Gewissheit: Die 17-jährige Sina M. aus Kreuth-Scharling, die seit Samstagnacht vermisst wurde, lebt nicht mehr. Das Mädchen wurde tot aufgefunden, wie die Polizei bestätigt. Zu den genaueren Umständen des tragischen Vorfalls ist noch nichts bekannt. Die Familie des Mädchens wird in Kreuth von Notfallseelsorgern betreut.

Urprüngliche Meldung: Sina M. (17) aus Kreuth nach Waldfest vermisst

Unsere ursprüngliche Meldung vom Sonntagmorgen, 9.15 Uhr:

Kreuth - Soeben hat die Polizei Bad Wiessee mitgeteilt, dass seit Sonntag, 2 Uhr, die 17-jährige Sina aus Kreuth-Scharling vermisst wird. Sina fuhr in der Nacht vom Waldfest in Rottach-Egern mit dem Taxi bis nach Kreuth-Scharling und hätte nur noch etwa 50 Meter Fußweg bis nach Hause gehabt. 

Allerdings kam das Mädchen dort nicht an. Die bisherige Suche durch die Familie, Freunde und Einsatzkräfte verlief ohne Ergebnis.

Sina M. aus Kreuth vermisst: Sie war auf dem Waldfest in Rottach-Egern

Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich Sina in einer hilflosen Lage befindet, wendet sich die Polizei nun mit einem Aufruf an die Öffentlichkeit. Jegliche Hinweise zum Verbleib der 17-Jährigen werden bei der Polizei Bad Wiessee unter Telefon 08022/9878-0 entgegengenommen.

Sina ist derzeit mit einem hellblauen Dirndl mit Spitzenschürze und einer hellblauen Jacke bekleidet. Sie ist etwa 1,70 Meter groß, schlank und hat schulterlange, hellbraune Haare.

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