Wasserwacht sauer

Gelage am Kronthaler Weiher: Badegäste verletzen sich

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Unerlaubte Feuerstelle: Unbekannte machten am Freitagabend ein Lagerfeuer direkt am Ufer des Kronthaler Weihers. Glut und Müll ließen sie nachts unbeaufsichtigt zurück.

In der Nacht auf Samstag haben einige Jugendliche am Kronthaler Weiher über die Stränge geschlagen. Die Folge: Am nächsten Tage mussten fünf Badegäste mit Schnittverletzungen behandelt werden.

Erding - Erdings Wasserwacht-Chef Bernd Janowsky berichtet, dass am späten Freitagabend hitzebedingt noch sehr viele Badegäste am Kronthaler Weiher gewesen seien. „Darunter waren auch einige, die stark und zunehmend betrunken waren. An sich ist das noch kein Problem.“ Problematisch wurde dann das, was sich in der Nacht abgespielt hat.

Janowskys Angaben zufolge wurde die Liegewiese nachts mit Motorrädern befahren. Wegen des trockenen, harten Bodens waren die Schäden aber gering. Auf dem Kiesbett direkt am Ufer hatten Unbekannte ein stattliches Lagerfeuer entzündet – und nichts weggeräumt. Im Gegenteil: „Am Samstagvormittag hat es immer noch geglüht. Wir wurden von Badegästen angesprochen und haben es dann mit ein paar Eimern Wasser gelöscht“, berichtet Janowsky. Sein Stellvertreter Alex Genstorfer berichtet, dass man den Bereich danach gesperrt habe, bis der Bauhof die Brandreste weggeräumt hat.

Am ärgerlichsten war für Genstorfer jedoch, dass an mehreren Stellen Bierflaschen zerschlagen worden waren, darunter an der Bootsanlage und an der Hängebrücke. „Wir waren in der Früh unterwegs, um die Scherben aufzulesen“, so Genstorfer. Dennoch zogen sich fünf Badegäste deswegen Schnittverletzungen zu, die von der Wasserwacht vor Ort versorgt wurden. Die Scherben an der Rettungsstation sind auch deswegen gefährlich, weil sie Reifen und Boote der Einsatzkräfte aufschlitzen können.

Janowsky ist unterdessen der Auffassung, „dass wir hier vielleicht doch einen Sicherheitsdienst brauchen“. Immerhin: Das Parkplatzproblem hat sich am Wochenende entspannt. Es waren deutlich weniger Besucher da. Die Rettungswege blieben frei.

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