Unfallursache noch unklar 

Münchner (49) stirbt beim Canyoning in Klamm

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Beim Canyoning am großen Wasserfall der Klamm ereignete sich das Unglück

Ein 49 Jahre alter Mann aus München ist bei einem Canyoning-Unfall in der Finzbachklamm bei Krün im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gestorben.

Krün -  Zu einem tragischen Canyoningunfall mit tödlichem Ausgang ist es am Freitag in der Finzbachklamm bei Krün gekommen. Wie das Unglück passiert ist, bei dem ein Münchner (49) vermutlich am späten Vormittag sein Leben verlor, müssen die weiteren Ermittlungen der Alpinen Einsatzgruppe ergeben.

Der Mann sei vermutlich an einer Abseilstelle in der Klamm bei Krün im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gestürzt und habe sich dabei tödlich verletzt, teilte die Polizei am Samstag mit.

Der Münchner Wassersportler wollte die Klamm offenbar allein bezwingen. Bei dieser handelt es sich um einen Wander- und Abseilcanyon leichter bis mittlerer Schwierigkeit im Süden des Estergebirges. „Er erreichte die letzte Steilstufe, bevor der Finzbach in seinen flachen Auslauf übergeht“, berichtet Stefan Sonntag, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd in Rosenheim. „Dort richtete er noch eine Abseilstelle ein.“

Gegen 13.30 Uhr entdeckte eine weitere Canyoninggruppe in einem Becken unterhalb eine leblose, männliche Person, die in der Strömung des Finzbachs trieb. Einige von ihnen setzten einen Notruf ab und seilten sich zu dem Verunglückten ab, konnten aber kein Lebenszeichen bei dem Mann feststellen.

Krün: Münchner verunglückt in Klamm

Die Bergung des Mannes gelang erst mithilfe des Rettungshubschraubers Christoph Murnau und den Einsatzkräften der Bergwacht Krün. Eine Reanimation und weitere ärztliche Maßnahmen blieben erfolglos, letzten Endes konnte nur noch der Tod des Wassersportlers festgestellt werden.

Die polizeilichen Untersuchungen vor Ort übernahmen zwei Polizeibergführer (Sachbearbeiter Canyoning) und die Besatzung des Polizeihubschraubers Edelweiß 2. „Die Unfallursache steht bislang nicht fest, hierzu bedarf es weiterer Ermittlungen“, betont Sonntag. „Alles deutet derzeit aber auf einen alleinbeteiligten Unfall hin.“

An dem aufwendigen Einsatz waren neben der Polizei insgesamt 36 Rettungskräfte der Bergwachten Krün und Mittenwald, der Wasserwachten Krün und Garmisch-Partenkirchen sowie des Kriseninterventionsdienstes der Bergwacht beteiligt.

Beim Canyoning werden Schluchten durch Klettern, Schwimmen oder Abseilen in der Regel von oben nach unten durchschritten. Dabei sind alpine Erfahrung und gute Schwimmfähigkeiten gefordert.

dpa/mm

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