Vorfall am Wolfratshauser Untermarkt

Kunde will Luxusküche nicht zahlen - und schlägt zu

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Die Polizei wurde am Montagabend zu einer Körperverletzung am Wolfratshauser Untermarkt gerufen. Die Vorgeschichte des Faustschlags ist ungewöhnlich. 

Wolfrathausen - Weil ein Münsinger (69) seine Luxusküche im Wert von 80.000 Euro nicht zahlen wollte, schlug er am Montag am Wolfratshauser Untermarkt zu. Jetzt ermittelt die Polizei wegen Körperverletzung. 

Münsing/Wolfratshausen - Wie Polizeihauptkommissar Steffen Frühauf mitteilt, hatte ein Münsinger (69) in einem Tölzer Geschäft eine echte Luxusküche im Wert von 80 000 Euro bestellt. „Sie verfügte neben einem Weinregal auch über einen Dunstabzug, die so teuer war, dass sich die meisten eine komplette Küche dafür kaufen“, so der Stellvertretende Dienststellenleiter. Dann aber geschah etwas Sonderbares: Der Münsinger meldete sich nicht mehr. Nachdem nun im Tölzer Küchengeschäft sämtliche Elektrogeräte eingetroffen waren, kontaktierte das Unternehmen die Vermieterin des Münsingers. Sie teilte mit, dass der Kunde aus der Wohnung, in die Küche hätte eingebaut werden sollen, ausgezogen sei. Dies nahm die Firma zum Anlass, einen Anwalt einzuschalten, um ihre Ansprüche zivilrechtlich durchzusetzen. Darüber hinaus suche man das persönliche Gespräch. Einer der Angestellten, ein Monteur aus Egling (33), erkundigte sich am Montagabend am Wolfratshauser Untermarkt bei der Lebensgefährtin des Münsingers nach dem Stand der Dinge. „Da wurde die ganze Sache nicht nur ärgerlich, sondern auch schmerzhaft“, so Frühauf. Denn der Mann, der sich in der Nähe aufhielt, tauchte plötzlich auf und schlug dem Eglinger wort- und ansatzlos mit der Faust ins Gesicht. Der Monteur, der oberhalb des linken Auges getroffen wurde, war sichtlich überrascht. „Wegen des fortgeschrittenen Alters des Schlägers wollte er die Aggression nicht erwidern“, so Frühauf. Der Münsinger stieg nach dem Schlag wortlos in seinen Pkw und machte sich aus dem Staub. Die Polizei Wolfratshausen ermittelt nun wegen Körperverletzung.

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