Kurioser Fall für Starnberger Polizei

Frau lässt seit Jahren fremde Hecken schneiden

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Symbolbild

Starnberg - Der freie Blick war ihr wichtig: Eine Söckingerin hat seit Jahren die Hecke ihres Nachbarn schneiden lassen, obwohl der sie hochwachsen lassen wollte. Nun beschäftigt sich die Polizei mit dem Fall.

Der Eigentümer eines freistehenden Einfamilienhauses im Starnberger Stadtteil Söcking wusste keinen anderen Ausweg mehr, als er am Mittwoch die Polizeiinspektion Starnberg aufsuchte. Der 51-jährige Tegernseer, der das Haus vermietet hat, sei beharrlich bemüht, die Hecke, die sein Anwesen zum Nachbargrundstück hin umfriedet, im Sinne seines Mieters auf eine Höhe von 180 Zentimeter anwachsen zu lassen, erklärte die Polizei am Mittwoch. Die 72-jährige Nachbarin lasse das 20 Meter lange Gehölz jedoch seit fast zwei Jahren regelmäßig ohne sein Wissen auf eine Höhe von 120 Zentimeter zurückschneiden, obgleich sie dazu gar keine Berechtigung hat. Erst kurz vor Ostern war die Heckenschere wieder im Einsatz.

Als Motiv  gab die Rentnerin laut Polizei an, dass durch die Größe der Hecke ihr Blick über den Gartenzaun eingeschränkt gewesen sei, was sie nicht wolle. Die Starnberger Polizei prüft eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung. Zudem seien die aufnehmenden Beamten bemüht, die eingetretene Situation im Gespräch mit der Dame für die Zukunft zu vermeiden.

Dem Eigentümer der Hecke ist nach Einschätzung der Ordnungshüter kein finanzieller Schaden entstanden. Jedoch muss er nun wieder mehrere Monate warten, bis seine Hecke auf die gewünschte Größe angewachsen ist.

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