Nach Verfolgungsjagd

Ladendieb beißt Mann Loch in die Brust

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Beija Zylfijaj zeigt die Bisswunde, die ihm der Ladendieb zugefügt hat.

Erding - Ladendiebstähle gehören zum Alltag. Das gilt auch für die Erdinger Filiale des Drogeriemarktes Müller. Doch das, was einem 25 Jahre alten Angestellten passiert ist, ist kein einfacher Diebstahl mehr – sondern ein Verbrechen!

Ladendiebstähle gehören zum Alltag. Das gilt auch für die Erdinger Filiale des Drogeriemarktes Müller. Doch das, was einem 25 Jahre alten Angestellten am Samstag passiert ist, ist kein einfacher Diebstahl mehr – sondern ein Verbrechen! Beija Zylfijaj wurde von einem 24 Jahre alten Somalier, der als Asylbewerber in Ingolstadt lebt, gebissen, gekratzt und geschlagen. Ob sich der mutige Mitarbeiter mit HIV, Hepatitis oder anderen Viren infiziert hat, ist noch unklar.

Beija Zylfijaj ist Leiter der Multimedia-Abteilung des Drogeriemarktes in der Erdinger Innenstadt. Es ist Samstag gegen 13 Uhr, als das Unheil seinen Lauf nimmt. „Der Mann kam mir sofort an komisch vor“, erzählt der 25-Jährige. Der junge Kunde verhält sich auffällig, in der Hand hält er eine Plastiktüte. „Ich habe ihn nicht mehr aus den Augen gelassen“, schildert der Angestellte.

Zurecht, wie sich rasch herausstellt. Der Mann schleicht durch die Abteilungen und lässt immer wieder Waren in seiner Tüte verschwinden. „Ich bin ihm bis zur Kasse im Erdgeschoss nachgelaufen. Dann ist er auf die Straße raus – ohne zu zahlen.“

Es beginnen Minuten, die Zylfijaj sein Leben lang nicht vergessen wird. „Ich habe ihm zugerufen, dass er stehen bleiben soll.“ Doch der Ladendieb rennt weiter, seine Beute wirft er hinter sich.

Später stellte sich heraus, dass der Beutel präpariert war, um die Diebstahlsicherung zu umgehen. Insgesamt macht der Mann Beute im Wert von über 1500 Euro.

Ein paar Meter weiter gelingt es ihm, den Täter einzuholen. Vor dem Verlagsgebäude des Erdinger Anzeiger bekommt er den 24-Jährigen zu fassen – und nimmt ihn in den Schwitzkasten. „Plötzlich habe ich unter der Achsel einen stechenden Schmerz gespürt“, berichtet Zylfijaj. Der Somalier hatte ihm eine vier mal vier Zentimeter große, tiefe Bisswunde zugefügt. Nicht nur das: An mehreren Stellen erleidet der Angestellter schmerzhafte Risswunden und Prellungen.

„Zum Glück kamen dann Passanten hinzu“, erinnert sich der 25-Jährige. Wenig später rast auch die Polizei heran und nimmt den Täter fest.

Hans Moritz

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