Flächen vermietet

Neues Wohn- und Einkaufszentrum: Die ersten Läden stehen fest

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Eine Apotheke und das Café Vorort werden sich das Erdgeschoss des Kopfbaus am Kreisverkehr teilen.  

Die ersten Läden in der neuen Ortsmitte von Martinsried sind vergeben: Verschiedene Anbieter stehen bereits fest. Ein Radsportladen ist noch im Gespräch.

Martinsried– Der Bauträger, die Grammer Immobilien GmbH aus Amberg, liegt im Zeitplan. Im August sollen die Arbeiten auf dem 6000 Quadratmeter großen Areal zwischen Röntgen- und Lochhamer Straße abgeschlossen, im September die Studentenappartements übergeben werden, so Bärbel Zeller, Wirtschaftsförderin der Gemeinde Planegg. Grammer Immobilien nennt das Projekt, das laut Firmenwebsite 24 Eigentumswohnungen und 280 Appartements vorsieht, „Unikum“.

Die Ladenflächen im Erdgeschoss sind verkauft. Der Bauträger hat mit den Mietern nur so viel zu tun, als dass er sich bemüht, auf deren Wünsche einzugehen. Im Kopfbau zum neuen Kreisverkehr hin an der Lochhamer Ecke Röntgenstraße zieht eine Apotheke ein. In der westlichen Hälfte des Erdgeschosses, zum neu entstehenden Park hin, richtet Robert Hrasky ein Café Vorort mit einem rund 100 Quadratmeter großen Gastraum und Außenschankfläche nach Vorbild seiner Gautinger Filiale ein. Dort betreibt der Neurieder ein Café mit Selbstbedienung und „modernem Nachbedienen“. Was nicht sofort über den Tresen gereicht werden kann, wird an den Tisch gebracht. „Wir möchten die Gäste den ganzen Tag begleiten, vom Frühstück über den Mittagstisch und Kaffee und Kuchen bis zu Snacks am Abend, je nach Öffnungszeiten“, sagt Hrasky.

Auch ein Bäckereibereich wird geschaffen, außerdem ein Eisverkauf. Der fehle in Gauting aufgrund der baulichen Gegebenheiten. Diese Woche fährt Hrasky zur Messe „Gelatissimo“ nach Stuttgart, um eine Theke sowie Zubehör auszusuchen und Ideen zu sammeln.

Sein Mietvertrag beginnt im August, mit der Option, früher anzufangen, sollten die Arbeiten schneller abgeschlossen werden. „Ich würde gerne die Eissaison mitnehmen und am liebsten schon im Juli rein“, sagt Hrasky, der schnell Stammkunden gewinnen möchte. „Wir sind überzeugt, dass wir keine Laufkundschaft haben werden. Die, die zu uns kommen, werden uns kennen, weil sie dort leben und arbeiten.“ Ähnlich sei es etwa am Hauptstandort in Neuried.

Wirtschaftsförderin Zeller hält Hraskys Pläne für optimistisch. Nach der Übergabe müssten die Geschäfte zunächst eingerichtet werden. „Vor November rechne ich nicht mit einer Eröffnung der Ladeneinheiten“, sagt sie.

Der Obst- und Gemüsehändler ist mit 40 Quadratmetern die kleinste Einheit, das Friseurgeschäft misst 42 Quadratmeter. Die Flächen gehen hoch bis 100 Quadratmeter und sind damit deutlich kleiner als in der ursprünglichen Planung. Als Grammer Immobilien im Mai 2013 einen ersten Entwurf im Planegger Bauausschuss präsentierte, hoffte man noch auf großflächigen Einzelhandel oder einen Biomarkt. Nach vielen fruchtlosen Gesprächen mit Lebensmittelketten und Biomarktbetreibern änderte man das Konzept und verlegte sich auf kleinteilige Ladeneinheiten. Aus dem Hotel, das im Kopfbau am Kreisverkehr entstehen sollte, wurde, ebenfalls mangels Interessenten, ein Ärztehaus. Zwei Drittel der Flächen im ersten bis dritten Obergeschoss sind bereits vermietet.

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