Medien: US-Schriftsteller Philip Roth ist tot

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Irrfahrt mit 40-Tonner

In der Navi-Falle: Sattelschlepper steckt seit Tagen in der Pampa fest

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Endstation Hirzeneck: Der Sattelzug hat sich an einem Bachufer festgefahren. 

Ein 40-Tonner, beladen mit Altpapier, hat am Mittwoch eine Irrfahrt sondergleichen hingelegt. Seine Reise nach Italien endete auf einer Forststraße am Hirzeneck.

Klais – Diesen Transport wird der rumänische Brummifahrer nicht so schnell vergessen. Mit seinem Sattelschlepper steuerte er am Mittwoch mit 24 Tonnen Altpapier von München nach Mailand. So schnell sollte der 47-Jährige dort mit seiner Fracht nicht ankommen. Das satelliten-gesteuerte Navigationssystem hatte ihn nämlich gegen 16 Uhr in Klais vom rechten Weg abgebracht. So verließ der Rumäne mit seinem Long Vehicle dank des Navi die B 2 und bog anschließend in den Krüner Weiler ab. Selbst als er am dortigen Schützenhaus auf einen schmalen Forstweg zusteuerte, dämmerte es ihm offenbar immer noch nicht. Seine vermeintliche Italienreise endete schließlich am sogenannten Hirzeneck nahe des ehemaligen Skilifts – mitten im Wald. Der Lkw steckte derart tief in der Pampa fest, dass es weder vor noch zurück ging.

Eine Bergung am Mittwoch scheiterte

Beim Eintreffen der Streife teilte der Rumäne den verdutzten Polizisten mit, er würde Hilfe von einem Rangier-Spezialisten bekommen. „Bei erneuter Nachschau um 21.45 Uhr war der Lkw zirka 200 Meter in einem Hang festgefahren und lag mit dem Auflieger auf“, teilt ein Sprecher der Inspektion Mittenwald mit. Schlimmer noch: Der Anhänger drohte in einen Graben zu kippen. 

Eine Firma aus Bad Tölz rückte an, konnte aber am Mittwoch wegen des weichen Untergrunds nicht zur Tat schreiten. Tags darauf startete man mit Zusatzmaterial den zweiten Versuch. Ob die aufwändige Bergung geklappt hat, stand bis zum Nachmittag noch nicht fest. „Betriebsstoffe oder Stoffe, die die Umwelt gefährden könnten, sind nicht ausgelaufen“, informiert die Polizei. Größere Flurschäden seien allerdings durchaus möglich.

Das Oberere Isartal als GPS-Falle

Auf jeden Fall wurde das Obere Isartal einmal mehr seinem Ruf als GPS-Falle gerecht. So landete an Weihnachten 2004 ein Autofahrer aus Schwerte statt in Sölden kurz vor Mitternacht im Reintal. Im Januar 2005 empfahl das Navi einem Aschaffenburger ebenfalls in Klais den „Abkürzer“ nach Elmau. Der Fahrer hatte keinen Schimmer, wo er war. Selbst als er an der Schranke Maut zahlen musste, wurde er nicht hellhörig. Irgendwann blieb auch er im Elmauer Bermuda-Dreieck im Schnee stecken.

Den Vogel schoss im Mai 2013 ein Rentner aus dem Raum Weilheim ab. Er steuerte seinen Wagen in den Abendstunden am Krüner Barmsee-Ufer einen 1,50 Meter breiten Gehweg hinauf – und richtete dabei einen enormen Flurschaden an.

Einen ähnlich kuriosen Vorfall gab es im Januar im Kreis Erding. Ein junger Paketfahrer vertraute seinem Navi blind - an einem Waldrand ging es dann nicht mehr weiter, wie merkur.de berichtete

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