Schlamm und Schnee donnern talwärts

Lawinenabgang an der Brunnstein-Hütte

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Weißbraune Massen sind rund 100 Meter von der Brunnstein-Hütte nach unten gedonnert.

Eine Schnee-Schlamm-Lawine ist rund 100 Meter von der Brunnstein-Hütte talwärts gedonnert. Für die Alpenvereinsunterkunft bestand keine Gefahr.

Weiß-braune Massensind am Samstagabend rund 100 Meter südlich der Mittenwalder Brunnstein-Hütte (1560 Meter) talwärts gedonnert. „Ich dachte, da kommt der ganze Hang vorbei“, berichtet Hüttenwirt Hans-Peter Gallenberger, der die etwa 30 Meter breite Schlamm-Schnee-Lawine aus nächster Nähe verfolgte. Aufgeschreckt wurde er gegen 20.30 Uhr von einem mächtigen Grollen. „Das hat ordentlich gerauscht.“ Für die Alpenvereins-Unterkunft bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr. Allerdings wurde das Häuserl, wo im Sommer Esel Frederico und die Hühner untergebracht sind, von den weiß-braunen Massen zermalmt. Jetzt müsse er halt einen neuen Stall bauen, nimmt’s Gallenberger gelassen. 

Nach 1950 und 1984 ist das der dritte größere Vorfall in diesem Bereich. Übrigens der Weg von der Bundesstraße an der Landesgrenze hinauf zur Brunnstein-Hütte wurde nicht beschädigt. Bergsteiger können also laut Hüttenwirt völlig beruhigt sein. Einem Besuch am Wochenende steht buchstäblich nichts im Wege.

Christof Schnürer

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