Lechbruck: Tote 2,70-Meter-Schlange verstopft Abwasserkanal

Die Schlange war schon zum Teil plattgedrückt und verwest.

Lechbruck - Einen außergewöhnlichen Fund haben Mitarbeiter der Gemeinde Lechbruck am Samstag gemacht: Sie fanden in einem verstopften Abwasserkanal eine tote Würgeschlange von 2,70 Meter Länge.

Ein besorgter Bürger rief am Samstagmorgen bei der Gemeinde an: Bei ihm komme das Wasser im Keller hoch, irgendetwas müsse den Abwasserschacht verstopft haben, berichtet Lechbrucks Bürgermeister Helmut Angl. Einige Mitarbeiter machten sich auf den Weg, um die Ursache zu beheben. „Ich hatte Samstagvormittag noch etwas im Rathaus zu tun, als ein Mitarbeiter anrief, ich müsse schnell vorbeikommen“, so Angl. Als er dann an dem Abflussrohr ankam, traute er seinen Augen nicht: Bei den Reinigungsarbeiten hatten seine Mitarbeiter eine riesige Schlange mit 2,70 Meter Länge entdeckt, die das Rohr verstopft hatte. „Sie war schon zum Teil verwest und plattgedrückt, die lag da schon einige Zeit drin“, sagte Angl. Zum Teil habe man aber noch erkennen können, dass es sich vermutlich um eine tropische Würgeschlange gehandelt haben muss.

Da diese Tiere hierzulande natürlich nicht heimisch sind, stellte sich Angl und der von ihm verständigten Polizei die Frage: Wie kam die Schlange dorthin? „Wir haben schon jemanden im Verdacht, der es gewesen sein könnte“, sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Füssen. Näheres müssten aber erst die Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ergeben.

Laut Angl habe ein Lechbrucker Bürger vor zwei Jahren bei ihm wegen der Schlangentierhaltung nachgefragt, das Landratsamt habe schließlich die Erlaubnis erteilt. Mit dem Mann habe man bereits gesprochen, er habe abgestritten, dass die Schlange ihm gehört habe, so Angl. Er findet es ziemlich beunruhigend, dass sich Raubtiere dieser Größe möglicherweise durch seine Gemeinde schlängeln: „Wir wissen ja nicht, ob sie dem Besitzer entkommen ist, ob sie ausgesetzt oder vielleicht tot entsorgt wurde“, rätselt der Bürgermeister. Er will auf jeden Fall, dass der Schuldige herausgefunden wird. Schließlich seien durch die Kanalreinigung auch Kosten entstanden, die man ersetzt haben will.

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